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Veganes Joghurt selber machen – Rezepte & Tipps | Joghurtbereiter von Tchibo | Werbung

Veganes Joghurt selber machenDieser Beitrag enthält Werbung für den Joghurtbereiter von Tchibo

Veganes Joghurt ist mittlerweile in vielen Varianten in so ziemlich jedem Supermarkt erhältlich. Eigentlich ein Grund sich keine Gedanken darüber zu machen, es mal selbst herzustellen. Wenn du aber wenige Zutaten bevorzugst und Sachen wie Zusatzstoffe und diverse zugesetzte Zuckerarten usw vermeiden magst oder darauf achtest wenig Müll zu produzieren, dann kommst du kaum ums Joghurt selbermachen herum. 

Warum Joghurt selber herstellen?

Für mich persönlich ist der spannendste Aspekt an der Zubereitung von Joghurt, die Möglichkeit zu Experimentieren – mit verschiedenen Pflanzenmilchsorten, Verdickungsmitteln und Kulturen.

Es hat aber auch sonst einige Vorteile:

  • Du sparst auf Dauer Geld – abgesehen von eventuellen Anschaffungskosten für Bakterien und ein Gerät, kostet dich das Joghurt sehr wenig, nur etwas Strom und das Geld für die Milch.
  • Du sparst Müll – veganes Joghurt gibt es – so weit ich weiß – nirgends in Glas zu kaufen. Plastikmüll ist somit unvermeidbar beim Kauf. Das lässt sich nur Vermeiden, in dem du das Joghurt selbst herstellst. Im besten Fall machst du auch die Pflanzenmilch selbst – dann fällt nur mehr die wenige Verpackung der Joghurtkulturen an (diese gibt es übrigens auch im Glas zu kaufen).
  • Du schonst die Umwelt (siehe Punkt davor).
  • Du entscheidest welche Zutaten du verwendest – keine Zusätze, keine komischen E-Nummern, kein Haushaltszucker, kein Soja etc. Wenn du Unverträglichkeiten oder Allergien hast oder einfach darauf achtest, was du isst, ist es definitiv eine gute Option für dich Joghurt selbst zumachen.

Und wie geht das nun?

Veganes Joghurt selber machenVeganes Joghurt selber machen

Primär braucht es für Joghurt nicht viel. Eine Sorte Milch, Joghurtkulturen, Wärme und Zeit. Die Bakterien gibt es zu kaufen oder du impfst dein Joghurt mit gekauftem Natur(soja)joghurt, sprich du vermehrst die Kulturen vom gekauften Joghurt in der Milch deiner Wahl. Die konstante Wärme kann von einem Joghurtbereiter, einer Heizung, dem Ofen oder sogar deinem Bett kommen. Ausprobiert habe ich nur die Variante mit dem Joghurtbereiter, da ich sie am komfortabelsten finde.

Methoden

Zu Beginn ist die Variante mit gekauftem Joghurt die ratsamste, auch um zu sehen, ob es dir überhaupt zusagt Joghurt selbst herzustellen. Dafür kannst du auch erstmal die Ofenvariante versuchen, bevor du in ein eigenen Gerät investiert. Besser Ergebnisse erzielst du aber mit Gerät und Joghurtbakterien.

  • Im Backrohr – Dazu heizt du das Backrohr auf 40°C auf, stellst die geschlossenen Gläser mit der angerührten Joghurtkultur hinein und wartest 12 Stunden. Dabei sollte man den Ofen bzw. Gläser einfach in Ruhe lassen und nur die Temperatur im Auge halten.
  • Auf der Heizung – im Winter besteht die Möglichkeit die Kulturen auf der Heizung warm zu halten. Dazu muss die Temperatur aber über 12 Stunden so gut es geht gleich bleiben.
  • Im Bett – die Gläser in Handtücher wickeln und ab ins Bett unter die von dir vorgewärmte Bettdecke. Noch eine Wärmeflasche dazu und wieder 12 Stunden warten und es sollte sich aus dem Kulturen Joghurt gebildet haben.
  • Mit (gekauftem) Joghurt – du impfst die Milch mit Kulturen aus gekauftem Joghurt – dazu gibst du etwa 175g Joghurt auf 1 Liter Milch. Du kannst auch selbstgemachten Joghurt zum Impfen nutzen, aber das klappt nur ca. 5 bis 7x, dann benötigst du neue Kulturen.
  • Mit gekauften Joghurtkulturen – statt fertigem Joghurt kannst du Kulturen in Pulverform nutzen. Je nach Produkt reichen eine Messerspitze oder ein Beutel davon.
  • Geräte ohne Strom – es gibt es paar Bereiter, die ohne Strom arbeiten und dennoch die Temperatur einigermaßen konstant über Stunden halten können. Betrieben werden sie mit kochendem Wasser.
  • Geräte mit Strom  – Joghurtbereiter mit Strom benötigen keine besondere Bedienung – Gläser einfüllen, einstecken und einschalten. Sie halten die Temperatur konstant und benötigen wenig Strom.

Der Joghurtbereiter von Tchibo

Die Herstellung von Joghurt ist mit einem entsprechenden Gerät – wie diesem von Tchibo – einfacher, da du dich nicht darum kümmern musst, die Temperatur über Stunden konstant zu halten. Einfüllen, Deckel drauf, einschalten und warten – viel mehr gibt es zur Nutzung des Gerätes nicht zu sagen. Es hat nur einen Knopf zum Einschalten und sonst keine Einstellungen – ist also kinderleicht in der Handhabung. Wichtig ist nur, dass alle 7 Gläser gefüllt sind, also auch wenn du nur eine kleine Menge Joghurt herstellen magst, solltest du die anderen Gläser mit Wasser füllen und ins Gerät stellen. Das Gewährleistet eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Das Gerät ist in der Anschaffung recht günstig und kommt auf € 24,95.

Ich habe das Joghurt immer abends vorbereitet und das Gerät über Nacht laufen lassen. Da es flüsterleise ist, stört das überhaupt nicht. Wie die Herstellung von Joghurt im Bereiter im Detail funktioniert, zeige ich dir jetzt im Grundrezept für Sojajoghurt.

Grundrezept & Anleitung Sojajoghurt Natur

Veganes Joghurt selber machen

Veganes Sojajoghurt Grundrezept

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Serves: Gläser Joghurt Cooking Time: 12 Stunden

Ingredients

  • 1 Liter Sojamilch
  • 175g Sojajoghurt Natur oder ca. 1 Messerspitze Joghurtkulturen

Instructions

1

Die Sojamilch auf max. 40°C in einem Topf erhitzen.Veganes Joghurt selber machen

2

Das Sojajoghurt (oder die Kulturen) in die Milch mit einem Schneebesen einrühren. Veganes Joghurt selber machen

3

In die Gläser des Joghurtbereiters füllen, verschließen und in das Gerät stellen. Veganes Joghurt selber machen

4

Gerät einschalten und 12 Stunden warten. Gerät dabei nicht umstellen oder sonst wie bewegen. Veganes Joghurt selber machen

5

Das fertige Joghurt in den Kühlschrank stellen. Dort ist es ca. 5 Tage haltbar.

Joghurt aus anderen Milchalternativen herstellen

Sojamilch ist für die ersten Versuche am einfachsten, da sie ähnlich wie Kuhmilch reagiert und die Herstellung zum Joghurt ohne Probleme gelingt. Für die ersten Versuche empfehle ich daher ganz klar Soja. Verträgst du diese nicht, dann starte mit Kokosmilch.

Kokosmilch hat für mich den Nachteil, dass sie sehr fettig ist und natürlich nach Kokos schmeckt. Aber sie macht das Joghurt auch cremiger durch den hohen Fettgehalt. Das ist nicht die Sache von Jeder/m. Für Kokosjoghurt nimmst du etwas weniger Milch, so ca. 800ml, erwärmst sie auf 40°C und mischst etwas (1-2 TL) Agar-Agar (keine Argartine!) dazu und fährst dann wie beim Sojajoghurt fort (siehe oben).

Mandel, Hafer und Reismilch: Selbst habe ich es noch nicht ausprobiert (aber ich werde berichten, sobald ich das getan habe), aber es scheint als würden sich diese Pflanzenmilchsorten nicht (gut) für selbstgemachtes Joghurt eignen. Bei Reismilch wundert es mich nicht, da ja nicht mal Pudding damit so recht klappt (irgendwelche Enzyme im Reis verhindern da wohl die Bindung). Hafermilch gelingt wohl nur in Verbindung mit Soja- oder Kokosmilch (also 2 Milchsorten halb/halb für das Joghurt verwenden).

Mandelmilch halte ich persönlich für absolut möglich, das werde ich auch als nächsten probieren. Da es im Handel auch veganes Mandeljoghurt zu kaufen gibt, werde ich versuchen die Mandelmilch mit diesem Joghurt zu impfen und herzustellen. Meine liebe Bloggerkollegin Daniela von Glücksgenuss vegan hat ein Rezept für Mandeljoghurt am Blog und sicher auch ein paar Tipps dazu parat.

Mein Fazit

Selbstgemachtes (Soja)joghurt wird nicht so fest wie gekauftes. Du kannst aber auch ein Verdickungsmittel wie Guarkernmehl, Agar-Agar oder Johanisbrotkernmehl zur Milch bzw. zum fertigen Joghurt geben, dann wird das Ergebnis etwas dicker.

Mein fertiges, selbstgemachtes Joghurt hatte eine dünne Schicht Flüssigkeit im Glas, das ich einfach mit einem Löffel abgeschöpft, das Joghurt durchgerührt und dann verwendet habe.

Pur schmeckt das Joghurt – nun ja – nicht besonders. Etwas säuerlicher, aber zu gleich auch milder als gekauftes. Verfeinert mit Früchten, Süßungsmittel oder Müsli/Granola habe ich aber keinen Unterschied zu gekauften geschmeckt und fand das Ergebnis wirklich sehr gut. Mein Rezept für Himbeer-Sojajoghurt mit gepufftem Getreide und Kakao-Granola findest du am Tchibo-Blog.

Der Aufwand für die Herstellung hält sich wirklich in Grenzen und sofern man in der Lage ist gut 1kg Joghurt innerhalb von 5 Tagen zu verbrauchen, ist es eine hervorragende Alternative zum Kaufen von Joghurt.

 

Hast du schon mal versucht veganes Joghurt selbst herzustellen? Wie ist es dir damit ergangen?

Hab es schön!

Angie

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3 Kommentare

  • Antworten
    Jenni
    6. Februar 2018 at 10:03

    Liebe Angie,

    ich habe in der Tat denselben Joghurt-Bereiter (den habe ich mir vor 5 Jahren oder so mal gekauft :D) und mit dem auch schon so einige Experimente durchgeführt. Mich hat dabei immer geärgert, dass ich so wässrigen Joghurt (jedenfalls meistens) erhalten habe. Der Geschmack hat mich weniger gestört, den finde ich sogar erfrischend natürlich.
    Hast du einen Geheimtipp, was die Joghurt-Kulturen anbelangt? 🙂

    Mir juckt es jetzt doch ein wenig in den Fingern, das wieder auszuprobieren…

    Liebe Grüße an dich!
    Jenni

    • Antworten
      Angie
      7. Februar 2018 at 09:43

      Liebe Jenni,

      hast du es denn mit Verdickungsmittel probiert? Ohne wird’s wohl nur schwer so cremig wie gekaufter außer bei Kokosjoghurt (den ich persönlich nicht so gerne mag). Ich muss auch noch viel ausprobieren – wenn ich das ultimative, cremige Rezept gefunden habe, sag ich dir natürlich gleich Bescheid!

      Liebe Grüße
      Angie

  • Antworten
    Elisabeth
    8. Februar 2018 at 15:54

    Hi Angie,

    ich hab so einen Bereiter ohne Strom, den ich echt mal wieder verwenden sollte. Ich hab schon etwas experimentiert, aber so 100% glücklich war ich leider nie. Vll wird es bald mal Zeit für das nächste Experiment. Dickt das Agar-Agar auch an, wenn man es nicht aufkocht? Das würde die Sache nämlich enorm erleichtern 🙂 Und Guarkernmehl / Johannisbrotkernmehl: Rührst du das einfach so ein oder wird da vorher etwas aufgekocht?

    Liebe Grüße,
    Elisabeth

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