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{Rezept} Veganes Osterlamm mit Kakao & Tipps für veganes Kuchen backen

Rezept veganes Osterlamm Ostern naht und auf diesem, meinem Blog gibt es gar kein veganes Rezept für ein Osterlamm? Ja, ich bin auch entsetzt! 😉 Dabei habe ich in meinen veganen Anfängen, so 2007 herum, liebend gerne die ganze Familie – und das sind so einige Personen – mit selbstgebackenen, veganen Osterlämmern und Osterhasen versorgt. Da war ich wohl noch jung und motiviert.

In den gut 10 Jahren, die ich nun schon vegan – also ohne Ei und Milchprodukte – backe, habe ich so manches Lehrgeld bezahlt. Viele Teige waren ungenießbar und bei noch mehr war das Endresultat unansehnlich. Aber ich habe dazu gelernt und ich behaupte, mittlerweile sind meine Kuchen meistens kaum von „normalen“ Kuchen zu unterscheiden. Darum habe ich ein paar meiner Tipps und Tricks für dich zusammengetragen:

Tipps für veganes Backen – so gelingt und schmeckt dein Teig

  • Es braucht seine Zeit: das gilt für alle Backanfänge, vegan oder nicht. Gib nicht auf nach den ersten Fehlversuchen! Lass dir lieber ein gut erprobtes, gelingsicheres Rezept von Freunden geben und probiere damit rum.
  • Apropos Geduld. Öffne nicht ständig die Ofentür um nachzusehen, wie es dem Kuchen geht und warte bis das gute Stück ausgekühlt ist, bevor du es aus der Form löst. An diesem Punkt muss ich selbst noch arbeiten oder warum hat mein Osterlamm (ja, genau das auf den Fotos) sein halbes Gesicht verloren? Ich sag nur:  Zahnstocher und Marmelade als Kleber für’s Foto 😉 ).
  • Die Stäbchenprobe ist dein Freund – ignoriere sie nicht
  • Weniger ist mehr: Vegane Teige mögen langes Rühren nicht, sie werden dann zäh und fest nach dem Backen. Bei einfachen Teigen ohne viel Fett (Öl) verrühre ich immer nur kurz mit einer Gabel bis das Mehl nicht mehr sichtbar ist. Teige, bei denen zb. Margarine mit Zucker schaumig geschlagen werden muss, kannst du natürlich mit einem Mixer oder einem Stabmixer mit Schneebesenaufsatz, wie diesem von Bosch (Werbelink) mixen.
  • Soll dein Teig gut aufgehen und locker sein, dann nimm spritziges Mineralwasser statt Pflanzenmilch.
  • Apropos Pflanzenmilch, mit Sojamilch gelingen mir Teige am Besten. Vor allem in der Kombination mit Apfelessig.
  • Statt Butter muss es nicht Margarine sein – bei den meisten Rezepten klappt es auch hervoragend mit mildem Öl wie Raps oder Sonnenblumenöl. Auch Kokosöl ist eine gute Option, bedenke aber, dass es einen Eigengeschmack hat und in den Kuchen abgibt.
  • Probiere dich durch verschiedenen pflanzlichen Ei-Ersatz, damit meine ich nicht unbedingt diverse Pulver, die es da zu kaufen gibt (ab und zu greife ich aber auch auf solche zurück). Mein bevorzugter Eiersatz ist Banane oder 1-2 Esslöffel naturtrüber Apfelessig je nach Rezept. Eine hilfreiche Übersicht welcher Ei-Ersatz zu welchem Teig passt, findest du bei Ricemildmaid.de
  • Traue keinem Rezept, bei dem die Zuckermenge mehr als halb so viel wie die Menge an Mehl beträgt – selbst ich Süßmaul mag so süße Teige nicht.
  • Bio schmeckt besser. Achte auf gute und hochwertige Zutaten – du wirst es im Endergebnis schmecken und nicht bereuen (aber warte damit vielleicht erstmal ab, bis dir die ersten Rezepte auch wirklich gelingen – wäre ja schade um die guten Sachen. Mein Favorit ist geriebene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote statt schnödem Vanillezucker.
  • Und sobald du einen für dich funktionierenden Teig hast – bleib ihm treu! Ändere ihn etwas ab und kreiere so neue Rezepte. Mein Osterlamm beruht auf meinem Lieblings-Obstkuchenteig, den ich bereits mit diesem Marillenkuchen-Rezept veröffentlicht habe.
  • Experimentiere! Sobald dir einfache Teige immer gut gelingen, probiere mit neuen Zutaten rum. Ich habe Flohsamenschalen für mich entdeckt – sie machen Teige luftig-locker und gebratenes krosser. Du kannst sie aber auch einfach weglassen, sie sind in Kuchenrezepten optional.

Damit du das Alles gleich mal anwenden kannst und mein Blog nach fast 6 Jahren Bestehen endlich ein veganes Osterlamm bekommt, habe ich mich gestern in die Küche gestellt und dieses Lämmchen gebacken.

Rezept Veganes Osterlamm

Veganes Osterlamm

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Serves: 1 Lamm Cooking Time: 35 - 40 Minuten

Ingredients

  • 120g Dinkelmehl
  • 40g geriebene Haselnüsse
  • 60g (Birken)Zucker
  • 70ml Rapsöl
  • 150ml Mineralwasser spritzig
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Apfelessig
  • 1/2 EL Flohsamenschalen (optional)
  • 1 MSP geriebene Vanille
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • Prise Salz
  • Margarine und Mehl für die Form

Instructions

1

Heize den Ofen auf 180°C Umluft vor

2

Siebe das Mehl in eine Schüssel und gibt Zucker, Flohsamenschalen, geriebene Nüsse, Kakaopulver, Vanille, Backpulver und Salz dazu.

3

Vermische in einem Messbecher Wasser, Öl und Apfelessig und gib es zu den trockenen Zutaten in der Schüssel hinzu.

4

Das Ganze wird dann kurz mit zb. einem Stabmixer mit Schneebesenaufsatz, wie diesem von Bosch, verrührt (Werbelink).

5

Nimm die Form zur Hand und fette sie mit Margarine oder Öl ein. Bestäube sie dann mit Mehl und klopfe überschüssiges Mehl wieder hinaus.

6

Fülle den Kuchenteig etwa 3/4 hoch in die Form ein (nicht höher, der Teig geht nämlich schön auf).

7

Stelle die gefüllte Form in den Ofen und lasse das Osterlamm für ca. 35 bis 40 Minuten auf der unteren Schiene backen. Stäbchenprobe vorm Herausnehmen machen! Bleibt Teig an einem Holzspieß kleben, ist das Lamm noch nicht fertig.

 

Gutes Gelingen und hab es schön!

Falls du auch nach einem Rezept für eine vegane Osterpinze suchst, schau dir mein Rezept vom letzten Jahr an.

Angie

PS: Der Beitrag passt perfekt zu Ina’s aktuellen Let’s cook together Thema: Osterbrunch 

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7 Kommentare

  • Antworten
    Krisi von Excusemebut...
    7. April 2017 at 09:49

    Oh wie süss, da kommt richtig Osterstimmung auf, die fehlt nämlich irgendwie immer noch bei mir:(
    Eine tolle Sammlung an Tipss die du gibst, da kann ich voll zugeben. Ich arbeite auch gerne mit Natron, besonderes weil ich nie Mineralwasser zuhause habe und ersteres ja praktisch gleich im Teig reagiert=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  • Antworten
    Tabea
    7. April 2017 at 18:39

    Ich glaube, sobald man Blogs liest, kann man gar kein Fest mehr verpassen – egal ob Weihnachten, Ostern, Silvester, Muttertag oder sonst was: Ein paar Wochen und Tage vorher bringt jeder Blogger irgendwelche Posts zum Anlass online. Meist ein Rezept oder ein Diy, manchmal auch passende Geschenktipps 😉

    Ein Osterlamm gab es bei uns noch nie, nur ein Mal Osterzopf. Ansonsten macht Oma meist eine (oder eher mehrere) normale Torten.

    Vegan bin ich zwar nicht, aber ich versuche seit 1,5 Jahren zuckerfrei zu backen und scheitere da auch ständig. Aber zwei Keksrezepte habe ich kürzlich kreiert, die mir gefallen – eins auch von einer Bekannten inspiriert.

    Aber musst du nicht für die Stäbchenprobe die Tür des Ofens öffnen? Ich habe noch nie eine gemacht, wenn ich ehrlich bin…

    Dass Teige vom Rühren zäh werden, lese ich erstmalig. Woran liegt das denn?

    Die Ei-Übersicht speiche ich mir ab – manchmal legen unsere Hühner schlecht, sodass wir kaum Eier haben. Banane als Alternative klingt aber sehr lecker und in meinen Kekse erfüllt sie wohl diese Funktion auch ein Stück weit.

    Also: Danke für die ganzen Tipps – ich muss den Post gleich via Twitter verbreiten!!

    Dein Lamm sieht übrigens echt niedlich aus – super Idee mit der Schleife!

    Liebe Grüße

  • Antworten
    Cookies&Style
    8. April 2017 at 07:14

    Suuuuuuper tolle Tipps fürs vegane Backen! Vielen Dank Liebes, die kann man immer brauchen.

    :-*

  • Antworten
    Jessis Schlemmerkitchen
    10. April 2017 at 12:53

    Ach das Osterlamm ist und bleibt einfach der Klassiker und jedes Jahr bin ich aufs neue verzückt, wie goldig die kleinen Kerlchen immer aussehen! Und deine schönen Bilder setzen das kleine Lämmchen noch besser ins rechte Licht!

    Liebe Grüße
    Jessi

  • Antworten
    Jenni
    10. April 2017 at 19:53

    Liebe Angie,

    ach, ich kann dich gut verstehen!
    Manche Rezepte sind eigentlich so offensichtlich normal und werden andauernd gebacken oder gekocht, dass man irgendwie gar nicht so recht auf den Trichter kommt, dass sie auch auf den Blog wandern könnten… 😀

    Das geht mir beispielsweise bei unseren Broten so – eigentlich backe ich jeden zweiten oder dritten Tag frisch – und trotzdem gibt es bemerkenswert wenig Brotrezepte auf dem Blog…Eigentlich müsste man das mal ändern.

    Aber zum Thema: Dein Lamm sieht toll aus!
    Und bei der Zutatenliste bin ich sowieso voll dabei – gesünder geht es ja fast nicht mehr! 🙂

    Danke dir auch für die schöne Liste an Tipps – die werde ich mir gleich einmal merken und in mein Intuitions-Inventar, das ich mir für das Werkeln in der Küche im Oberstübchen integriert habe, aufnehmen.

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Antworten
    Hippi
    18. April 2017 at 17:01

    Das ist tatsächlich das EINZIGE Lamm-Rezept, das bei mir bisher echt lecker geworden ist ! Und dabei auch fluffig und nicht so trocken und bröselig!

    Muss nur nächstes Mal schauen ob ich es auch in einer hellen Variante hinbekomme.
    Ich danke!!!!!

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