Hauptspeisen/ Veganes Rezept

{Rezept} Vegane Eiernockerl / Spätzle

Rezept vegane EiernockerlZu Eiernockerl habe ich ein gespaltenes Verhältnis – einerseits mochte ich sie immer sehr gerne, andererseits bekomme nervöse Zuckungen, wenn ich in typisch österreichischen Restaurants auf der Speisekarte unter „Vegetarisch“ nur Eiernockerl und gebackenes Gemüse zur Auswahl finde. Von einer veganen Option gar nicht zu reden. Dazu kommt, dass ich meine ganze vegetarische Lebenszeit über – also ab meinem 17. Lebensjahr – immer nur fertige Spätzle gekauft und 2 Eier frisch dazu gegeben habe nach dem Kochen. Ein bequemes Essen – damals hatte ich eben noch andere Sorgen, als Rezepte zu „erfinden“. 

Rezept vegane EierspätzleRezept vegane Eiernockerl – meine Interpretation

Nach ein bisschen Rumprobiererei hatte ich recht bald eine schmackhafte Version und Dank der Verwendung von Kala Namak ließ sich mein Gehirn gut täuschen. Es hat mich so sehr an echte Eiernockerl erinnert, das war schon fast unheimlich!

Vegane Eiernockerl / Spätzle

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Serves: 2 Portionen Cooking Time: 5 Minuten

Ingredients

  • 200g Mehl
  • 4 gehäufte EL Weizengries
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Messerspitze edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • Wasser
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • Kala Namak
  • 1 EL Mandelmus
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Etwas Öl für die Pfanne

Instructions

1

In einer Schüssel Mehl, Gries, Kurkuma, Paprikapulver, Öl, etwas Kala Namak und Salz vermischen. So viel Wasser dazugeben bis ein klebriger, zäher Teig entstanden ist. Zieht er sich wie Kaugummi, ist er perfekt!

2

Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, leicht salzen.

3

Für Spätzle: Einen Spätzlehobel über den Topf legen und den Teig ins Wasser hobeln.

4

Für Nockerl: mit 2 Teelöffel den Teig "ausstechen" und ins Wasser geben.

5

Die Spätzle/Nockerl sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche treiben. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und die Spätzle auf einem Teller beiseite legen. Ich habe immer wieder Portionsweise die Spätzle ins Wasser gehobelt und dann abgeseiht.

6

Wenn alle Spätzle fertig sind etwas Öl in einer Pfanne erhitzen.

7

In der Zwischenzeit Kichererbsenmehl mit Mandelmus, etwas Wasser und Salz vermengen. Nach Belieben auch wieder etwas Kala Namak für den Ei-Geschmack dazugeben.

8

Zwiebel in Streifen hacken und in die heiße Pfanne geben. Die Spätzle dazu geben und anbraten. Dann die Kichererbsenmischung dazu, alles vermengen und kurz weiter braten. .

9

Die fertigen Eiernockerl / Eierspätzle auf 2 Teller anrichten. Die gehackten Petersilie auf den Spätzle anrichten. Bei Bedarf mit Salz und/oder Kala Namak bestreuen.

Rezept vegane EiernockerlBis das Rezept seinen Weg hier auf den Blog gefunden hat, brauchte es mal wieder ein Zeiterl. 3 Anläufe um genau zu sein – gelbe, unförmige Nockerl fotografieren ist nämlich eine echte Herausforderung!  So recht zufrieden bin ich immer noch nicht, aber ich lasse die innere Stimme, die laut schreit: „das ist nicht gut genug, mach es ein 4tes Mal!!!“ einfach nicht mehr zu Wort kommen.

Rezept vegane EiernockerlWeitere vegane Adaptionen des österreichischen Klassikers findest du bei meinem lieben Kolleginnen Vegan Darling und Cookies & Style – mag jemand alle 3 Rezepte testen und den Sieger küren? 😀

Hab es schön!

Angie

 

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4 Kommentare

  • Antworten
    Cookies&Style
    22. März 2017 at 08:30

    Schööööön sehen die aus, liebe Angie. Da würd ich direkt eine Pfanne nehmen, so lecker wie die klingen. Und vielen Dank für die Erwähnung „meiner“ falschen Eiernockerl ;-D

    Alles Liebe,
    Ulli

  • Antworten
    Tabea
    22. März 2017 at 19:41

    Spätzle esse ich eigentlich total gerne vom Geschmack und der Konsitenz her – vor allem gebraten. Das mit den Eiern ist natürich für Veganer echt doof, aber da ich nur Vegetarier bin, ist mein einziges Problem mit den Nudeln, dass meine Mama sie fast nie gemacht hat 🙁 Und jetzt mache ich nur noch selten andere Beilagen als Kartoffeln, weil ich immer das Gefühl habe, dass sich das Kochen bei Nudeln/Reis nicht lohnt, wenn ich nicht 3 Tage das Gleiche essen möchte. Kartoffeln dagegen liebe ich so sehr, dass es die IMMER geben kann – und wegen geringerer Kaloriendichte brauche davon ja auch mehr.

    Einen Hobel zum Selbst machen hätte ich eh nicht da… ich hatte immer nur die getrockneten, wenn Mama mal welche benutzt hat. Von diesem Kala Namak habe ich noch nie wirklich gehört… woraus wird das hergestellt? Und ist es sehr teuer?

    Deine Fotos sehen doch klasse aus!!! Wenn mir meine richtig gut gelingen, sind sie nicht mal halb so gut wie diese 🙁

    Liebe Grüße

  • Antworten
    Jenni
    23. März 2017 at 08:15

    Liebe Angie,

    das mit den Fotos bei Gerichten, die prinzipiell immer eine eher merkwüridge Konsistenz haben, ist eine Krux, das kenne ich auch zu gut!
    Aber ich finde ganz ehrlich, dass du das hier wieder super gelöst hast und die Bilder (wie immer eigentlich) zum Sofort-Nachmachen animieren. Da ist es also ganz gut, dass du deine innere Stimme ein bisschen beiseite geschoben hast. 🙂

    Wir haben hier auch schon so einige Rezepte dafür ausprobiert (vor allem in der veganen Anfangsphase, mittlerweile haben wir gar nicht mehr so das Bedürfnis danach) – und besonders die Version, die Ulli vorstellt, hat es uns angetan. Wir sind damals eher zufällig in der Küche darauf gekommen, dass Kichererbsenmehl eine perfekte Alternative wäre – und ich glaube, das war tatsächlich das beste vegane Rührei, das ich jemals gegessen habe. Aber du hast recht: Wenn etwas zu täuschend echt nach Tier schmeckt, mag ich das mittlerweile gar nicht mehr so gerne essen und bin erleichtert, wenn ich zum auch geschmacklich astreinen Pflanzengericht greifen kann…

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Antworten
    Krisi von Excusemebut...
    25. März 2017 at 09:27

    Hihi, ich muss zugeben das ich erst mal gar nicht gewusst habe was Eiernockerl sein sollen, aber da ich deine Rezepte immer mag, habe ich einfach mal drauf geklickt. Allerdings kenne ich Eiernockerl sehr wohl, wie ich merkte, allerdings haben wir es einfach nicht so genannt und ich kann es an meinen Händen abzählen wie oft es diese gab. Wenn es bei uns spätzle gab, dann immer klassisch mit Fleisch und Bratensauce;)
    Die Eiernockerl sehen aber wirklich lecker aus und machen mich richtig Lust, dass Rezept zu probieren. Die Bilder sind übrigens wunderschön geworden, man selbst ist immer zu kritisch!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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