Kochbuch/ Rezension

{Rezension} Das vegane Familien Kochbuch

Für eine Familie bzw. ein Kind zu kochen ist eine spannende, neue Erfahrung für mich und mitunter eine frustrierende, denn der Bub (fast 15 Monate alt) mag am liebsten nur Nudeln, Mais, Erbsen und Essiggurkerln (und Kuchen), Alles andere wird je nach Laune vielleicht mal gekostet, aber kaum gegessen. Das schmälert oft meine Lust zu kochen und rumzuprobieren, aber ich bleibe dran und biete ihm Alles an, was ich koche. 

 
Gesunde Lieblingsrezepte für Groß und Klein, so der Untertitel des Kochbuches „Das Vegane Familien Kochbuch„* ** das hat mich neugierig gemacht. An Kindern erprobte Gerichte, ist da vielleicht etwas dabei, dass der Bub mag? Die Antwort gibt es ganz unten im Fazit zu lesen. 
 
Das Buch beginnt mit einer kleinen Anekdote, wie die Autorin dank des Wissensdurst ihres 2-Jährigen sich mit der Frage konfrontiert sieht, warum man der Hauskatze nicht weh tun darf, aber Rind, Schwein und Co schon? Die Antwort war klar und die Konsequenz wurde gezogen. Das ganze Buch wird von Fotos der Familie Hekmati inkl. Katze geziert und das macht es um so sympathischer. 
 
Der Einleitung folgen 4 Seiten Worte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht von Dr. Keller, in denen u.a. auf B12 und andere Dinge eingegangen wird. Auch ein klares Ja zur veganen Kinderernährung steht da, sofern man auf die kritischen Nährstoffe wie eben B12 achtet. 
 
Am Ende des Buches gibt es noch ein ausführliches ABC der veganen Ernährung inkl. Tabellen mit der empfohlenen Tageszufuhr von Vitaminen & Co, sowohl für Kinder wie Erwachsene und Listen mit wichtigen Lieferanten der jeweiligen Nährstoffe. 
 

Der Rezeptteil
Unterteilt sind die Rezepte in folgende Kategorien:

  • Der perfekte Start in den Tag (Frühstück) – 7 Rezepte
  • Auf die Hand (Snacks, Sandwiches, to go) – 14 Rezepte
  • Heiß und knackig (Suppen/Salate) – 9 Rezepte
  • Wir haben Hunger! (Hauptgerichte) – 18 Rezepte
  • Für süße Zuckerschnuten (Desserts/Gebäck) – 9 Rezepte
  • Grundrezepte – 4 Rezepte
Die Rezepte sind für 2 Erwachsene und 2 Kinder ausgelegt, ich habe beim Nachkochen immer die Hälfte des Gerichtes gekocht, da ich fast immer nur für den Sohn und mich koche. Die Menge hat meistens für 2x essen für mich gereicht (der Sohn isst noch keine großen Mengen). 
 
Jedes Rezept ist bebildert, viele sind mit einem Tipp oder Hinweis versehen. 
Die Auswahl ist bunt gemischt, von Klassikern wie Pasta Bolognese über Asiatisches wie japanische Yaki Udon bis zu gesundem Linsensalat mit Walnusskrokant. 
 
Nachgekocht habe ich folgendes:
Happy Day Porridge (ohne Foto – es war einfach nicht fotogen, aber superlecker!) 
Safran-Sahne-Gnocchi mit Zucchini (Foto siehe Instagram
Haselnussiger Choco-Chia-Pudding

 

Gallischer Zaubertrank (Smoothie)

 

Knusprige Mini-Pancakes aus Buchweizenmehl

 

Eieiei-Aufstrich

 

Veggie Bolognese mit Makkaroni

 

Feldsalat mit Tofu , Orange und Granatapfel

 

Tex Mex Wrap
 
 
Alle Gerichte haben mir sehr gut geschmeckt und waren einfach und relativ bis sehr schnell zubereitet. Die Gnocchi, der Eiaufstrich und der Chiapudding sind meine Favoriten. 

Fazit
Ich liebe dieses Buch! So viele Rezepte in recht kurzer Zeit habe ich schon lange nicht mehr aus nur einem Buch nachgemacht. Vom Format, der Gestaltung über die Rezepte zu den Infos finde ich einfach alles toll an diesem Buch und daher gibt es eine klare Kaufempfehlung und dazu muss auch kein Kind im Haushalt leben. Apropos Kind, mein Bub mochte den Smoothie und den Chiapudding, von den Gnocchis nur die Granatapfelkerne, ebenso vom Salat (da aber auch den Tofu) und die Makkaroni natürlich, den Rest hat er nicht probiert 🙂

– sehr wenige Grundrezepte
+ schöne Fotos; übersichtliche Zutaten und Zubereitungsbeschreibung; spannende und leckere Gerichte

Das Vegane Familien Kochbuch*

Jasmin Hekmati
ars Vivendi Verlag
Mai 2015
€ 24,90
192 Seiten
61 Rezepte
ISBN 978-3869134994
 
*Amazon Affiliate Link (wenn ihr über diesen Link kauft, bekomme ich ein paar Prozente des Kaufpreises gut geschrieben – vielen Dank!)
**Kostenloses Rezensionsexemplar

Das könnte dir auch gefallen.

6 Kommentare

  • Antworten
    Mama Mia
    31. August 2015 at 17:21

    Wow, das klingt nach einem tollen Buch und Deine Fotos sind spitze! Machen voll Lust auf das Buch und das nachkochen. Ach, ich kenne das sooo gut…. Anfangs als Mimi mit Beikost begann war ich auch sooo motiviert, hab viel herumprobiert und alles angeboten. anfangs mochte sie auch vieles, z.B. Linsen und Quinoa sehr.Recht bald aber, ungewöhnlich bald zeigte Mimi schon ihren eigenen Kopf, forderte wehement Würstchen, Wurstbrot oder Schnitzerl zu probieren. Der Horror für mich, aber ich habe es ihr nie verboten. Meine Alternativen Angebote wurden grade anfangs meist deutlich verneint, mittlerweile ist das so ein Zwischending, sie ist alles und überall mit – sie wird im Dezember 5 Jahre alt. Aber sie isst auch gerne mal ein Sojajoghurt mit mir oder probiert SojaSpaghetti da bin ich schon froh, oder sie mag auch mal eine vegetarische Wurst, bei veganer hab ich keine Chance. Generell ist sie aber auch eher mäkelig und mag am liebsten Nudeln/Reis ohne alles oder mit Ketchup *heul*, Kuchen und Süßes sowieso oder einfach ein Wurstbrot,Fischstäbchen…sie liebt die gute alte deftige hHusmannskost und haut dann immer voll rein wenns das wo gibt. Tja. Aber ich hoffe trotzdem darauf das sie mit ihrem wachsenden Bewusstsein für Ethik, ihr steigendes Mitgefühl und durch mein Vorleben sicher mehr hinterfragen wird als andere Kinder, bis dahin muss auch sie ihren eigenen Weg gehen und ihre eigenen Erfahrungen machen denk ich mir. Dafür schob sie mir kürzlich ihr Benjamin-Blümchen-Kuhmilchjoghurt (Kommentar: Fürchterlich!) rüber und meinte "Mama, kannst du mir die Zutaten vorlesen? Ist da viel Zucker drin?" Da hab ich echt gestaunt. Das Vorleben bringt also schon was also lass dich nicht unterkriegen, mach dein Ding und biete es einfach an, aber mach dir keinen Stress deswegen. Bringt eh nix. *ggg* Immerhin hast Du wiede rein paar neue tolle Rezepte entdeckt.
    Allerliebste Grüße!
    MamaMia

  • Antworten
    Dedra Lightner
    1. September 2015 at 05:11

    große Ideen, so lecker, ich fühle, ich liebe dieses viel
    Xo http://www.vickydress.ch

  • Antworten
    Illaris Gondor
    2. September 2015 at 16:02

    Hi Angie!

    Beim Anblick deiner Fotos läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Sieht alles sehr lecker aus.

    LG Illaris

  • Antworten
    Variety
    7. September 2015 at 11:54

    Liebe Angie! Danke für diesen wunderbaren Tipp.
    Ich verfolge diesen Blog seit einer Weile. Ich hab am liebsten die Mampfred Monats-Updates gelesen, weil mein Knips nur ein paar Wochen älter ist und ich so immer einen guten Vergleich hatte. Ich fand deine ehrlichen (auch nicht nur süßen) Erfahrungen sehr hilfreich.
    Ich hoffe, du schreibst vielleicht noch das ein oder andere über Mampfreds Ernährung. Wir haben auch BLW gemacht, das war nicht soooo erfolgreich und es gibt immer noch wenige Dinge, die ich ihm unpüriert geben mag. Und seit der ersten Kritik eines Aussenstehenden ("ein Kind braucht in den ersten 14 Lebensjahren unbedingt Fleisch" haha) bin ich auf der Suche nach Infos, was man beachten kann bei einer vegetarischen (größtenteils veganen) Ernährung für Kinder im Wachstum. Deshalb freue ich mich über diesen Buchtipp.

    Danke für deinen wunderschönen Blog.
    Pia

  • Antworten
    Sandra
    22. August 2016 at 21:01

    Super Blog, danke für die Informationen. Es ist wichtig das es unsren Kindern gut geht. Immerhin sind sie unsere Zukunft. Danke für die tollen Rezepte, werde ich ausprobiren.

    Gruß Sandra

    • Antworten
      Angie
      27. August 2016 at 15:20

      Bitte gerne, danke für dein Kommentar!

    Hinterlasse einen Kommentar