Baby

{Baby} Mampfred Update – 6 Monate

Es ist unmöglich. Mein Baby kann noch keine 6 Monate alt sein, das ist ja quasi schon 1 Jahr! Es ist ein merkwürdiges Gefühl, mir „Babyfotos“ von ihm anzusehen, so unvorstellbar, dass er vor Kurzem noch so klein war und so wenig alleine konnte. Teilweise kann ich mich kaum erinnern, wie die Tage damals so waren. Immer mehr zeigt sich seine Persönlichkeit, seine Vorlieben und das ist so spannend und schön zu erleben. Bald schon wird er mir davon krabbeln, laufen und Mama sagen. Ich freue mich darauf, aber es geht Alles so beängstigend schnell.

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6 Monate Baby sein
Ich bin ca. 8,5kg schwer und 68cm groß 
 
Ich trage Kleidergröße: 68, ein paar Sachen auch schon in 74
 
Lieblingsbeschäftigung: stehen, hauen, zwicken. Ich mag es gern wild und lustig. Alles genau untersuchen und Nachmachen was Mama und Papa so tun zb. aus der Tasse trinken (oder eher reinbeißen).
 
Das mag ich gar nicht: Langeweile, nicht allein sitzen, krabbeln, stehen und gehen zu können. Essen ist auch blöd, Mamamilch schmeckt doch viel besser als Karotte!
 
Das hab ich diesen Monat gelernt: Tauchen im Babyschwimmkurs, naja, das geht so. Füße in den Mund nehmen – das könnte ich den ganzen Tag tun. 
 
Lieblingsspielsachen: Alles, was ich in die Finger bekomme, besonders Sachen, von denen Mama meint, damit soll ich nicht spielen, aber mein altes Spielzeug ist schon so langweilig. 


6 Monate Eltern sein
Neue Erkenntnisse: Babyzähne sind so verdammt spitz (ja, wir haben einen ersten Schneidezahn und der zweite ist auch schon am durchkommen). Babys fallen binnen Sekunden runter, so schnell man gar nicht schauen. Babys unterzutauchen ist echt schwer. 

Schreckmoment: er ist von der Wickelunterlage im Badezimmer gefallen, fast 1m hoch, dabei hab ich mich nur zur Windel runtergebeugt. Ich war im Leben noch nie so hysterisch und aufgelöst. Zum Glück ist nichts passiert und nach ein paar Minuten war Alles vergessen. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aber er ist am Bauch gelandet. Wieder einen Meilenstein als Rabenmutter erreicht 😉 Ich tröste mich damit, dass wohl fast jeder Mama oder Papa das Kind mal runtergefallen ist…

Dafür fehlt die Zeit: für’s Bloggen eindeutig und für’s Kochen/Backen. Ich sprudle über vor Ideen, kann sie aber nicht umsetzen.

Der glücklichste Moment: davon gibt es zum Glück ganz viele kleine. Ich könnte ihn auffressen, weil er so süß ist! 
 
Nächte/Schlaf: Im Familienbett zu schlafen klappt nach wie vor gut, aber das Einschlafen ist seit Wochen ein großes Problem. Meistens schläft er gegen 18 – 18:30 für 1,5h ein, wacht in etwa auf, wenn der Papa heimkommt und ist dann gut gelaunt und munter bis 23 – 23:30 wach, in etwa so lange wie wir auf bleiben. Das ist zwar nicht mühsam, weil er wirklich lieb spielt und gut drauf ist, aber ab und zu wäre ein Abend „allein“ mal wieder nett und mir fehlt etwas Zeit für’s Bloggen, Lesen und so Sachen. 

Darauf freuen wir uns: das erste Weihnachten! Die Lichter, den Baum, Geschenke auspacken und Zeit mit der Familie verbringen. Oh und gut Essen natürlich 🙂

Das macht Mama glücklich: mit dem Bub rumalbern, ich bin wohl doch mehr eine Bubenmama? Ich mag rumtoben und ihm gefällt es auch sehr. 

Das macht Papa glücklich: Momentan schläft der Bub spätabends gern in Papas Armen ein. Die gemeinsame Spielzeit am Abend.



Was gibt es sonst zu erzählen?
Die letzten Wochen waren aufregend! Ein Zahn ist durchgekommen, der erste Brei wurde probiert, aber verschmäht.Wir haben uns durch ein bisschen Obst und Gemüse gekostet, also dran rumgelutscht. Im Babyschwimmkurs wurde getaucht. Mama und Kind waren erkältet und haben den Unterwasserfotografen im Schwimmkurs verpasst 🙁 

Es fällt mir zunehmend schwerer, ihn bei Laune zu halten und mich mit ihm zu beschäftigen. Die Tage ähneln sich so sehr und irgendwann machen mir die Singspiele, Versteckspiele, Fingerspiele usw. einfach keine Freude mehr und ich langweile mich und bin genervt. Nicht vom Kind, nur von der Situation. Außerdem ärgere ich mich oft über mich selbst, dass ich, wenn er schläft, wie eine Irre versuche Sachen nachzuholen, schnell Wohnung putzen, schnell kochen, essen, das Essen vorher schön fotografieren und dann noch darüber bloggen, anstatt, dass ich die Zeit mit Baby genieße oder einfach auch schlafe. Darum denke ich auch gerade über eine kleine Blogpause nach. Mal ein wenig Stress rausnehmen und einfach in den Tag hinein leben und viel unternehmen. 

Apropos bloggen, seit ich angefangen habe, über die Schwangerschaft zu bloggen, bin ich sehr nachdenklich geworden. Mit einigen Monaten Abstand sieht so eine Schwangerschaft und Geburt anders aus und auch im Umgang mit Baby hätte ich Einiges anders gemacht. Hinterher ist man immer klüger, wie wahr. Ich will mich nicht zu sehr unter Druck setzten, perfekt kann es niemand machen, aber ich mach mir oft Sorgen, was es für Auswirkungen auf sein Leben haben kann. Ich wünsch mir eindach so sehr, dass er ein glücklicher, vertrauensvoller, verantwortungsvoller, empathischer und friedlicher Mensch wird. 

Ich hör jetzt auf, sonst schreib ich hier glatt mein erstes Buch 😉 Lieber verweise ich an der Stelle auf meinen Gastbeitrag bei Carolas Adventkalender (Vorschau siehe unten). Schaut vorbei!

 


 

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Keine Kommntare

  • Antworten
    Kilian
    10. Dezember 2014 at 10:48

    Hallo Angie,
    bin sonst eher stiller Mitleser, aber das mit dem runtergefallenen Baby ist echt heftig, aber es scheint wirklich oft vorzukommen. Kaum geht man einen Meter weg, boing, liegt das Baby auf dem Boden. Und oft völlig unverletzt. Erschrocken schon, aber nicht verletzt… Aber wenn wir keine Zivilisation hätten, mit Wickeltischen usw, dann hätte ein Baby es wohl allgemein recht schwer.
    Viele Grüße
    Kilian

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    10. Dezember 2014 at 19:58

    Lieber Killian,

    schön, dass du nicht nur mitliest 🙂 Glaub mir, ich fühl mich verdammt schlecht deswegen, ich hatte den Anspruch an mich, dass das nie passieren wird, aber irgendwann wird man dann doch unaufmerksam und da reicht wirklich der Bruchteil einer Sekunde und boing. Zum Glück sind Babys so konzipiert, dass sie frischgebackene und überforderte Eltern überleben 😉 Vermutlich sind Wickeltische trotzdem besser als früher von wilden Tieren gefressen worden zu sein, auch wenn man das nur bedingt vergleichen kann.

    Liebe Grüße
    Angie

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