Kochbuch/ Rezension

{Rezension} Raw Soul Food / Vegan, regional, saisonal

Die beiden Bücher, die ich euch heute vorstelle, könnten unterschiedlicher nicht sein, aber ich finde beide sehr ansprechend für die jeweiligen Zielgruppen/Bedürfnisse.



Vegan, regional, saisonal* von Lisa Pfleger hat das Potential zum Lieblingskochbuch. Die Bloggerin aus Österreich (experimentselbstversorgung.net) bietet in ihrem Buch einfache, aber köstliche Gerichte, die – wie der Buchtitel schon verrät – vegan, regional und saisonal sind. Darum hab ich mich auch nur durch Herbst/Winter gekocht und gebacken.


Auf den Innenseiten des Umschlages findet sich ein sehr hilfreicher Saisonkalender für Obst, Gemüse und Wildkräuter, zudem sind alle Rezepte nach Jahreszeiten unterteilt. 

Im Vorwort erklärt Lisa ihren veganen Werdegang und wie es zum „Experiment Selbstversorgung“ kam. Der/die Leser_in wird übrigens konsequent geduzt, was gut zum Buch passt und ich auch sympathisch finde. Im darauf folgenden Kapitel „Vegan ohne Schnickschnack“ werden Begriffe erklärt, es gibt eine Warenkunde und das benötigte Küchenzubehör wird aufgelistet. Dann kommen auch schon die ersten Grundrezepte wie Hefeteig, Strudelteig und Dressings. 

Sehr praktisch ist auch die kleine Tabelle zu den Kochzeiten von Getreiden, ich hatte da bislang keineb Anhaltspunkt und bin nach dem Prinzip „kann man’s kauen, ist’s fertig“ verfahren. 

Der Rezeptteil
Alle Rezepte sind – wenn nicht anders angegeben – für 2 Personen gedacht. Viele Rezepte benötigen eines der Grundrezepte, das darf man nicht übersehen beim Schreiben der Einkaufsliste. Statt Gramm und Milliliter Angaben wird oft die Einheit Tasse (ca. 250ml) verwendet.

Unterteilt sind die Rezepte wie schon erwähnt in:

  • Frühling (29 Rezepte)
  • Sommer (34 Rezepte) 
  • Herbst (35 Rezepte) 
  • Winter (36 Rezepte)

Ganz so streng muss man es aber beim Nachkochen nicht handhaben, da einige Lebensmittel ganzjährig verfügbar sind bzw. man sie aus dem Tiefkühler nehmen kann. Die Jahreszeitenkapitel sind dann jeweils wieder unterteilt in: 

  • Suppen & Salat
  • Hauptgerichte
  • Brotzeit & Snacks
  • Süßes

Sehr viele, aber nicht alle Rezepte sind bebildert, was ich sehr schade finde. Die Fotos sind aber sehr ansprechend, dafür gibt es wieder einen Pluspunkt! Die Rezepte finde ich übersichtlich gestaltet, die Mengen sind in Tassen, Handvoll, Stück oder EL bzw. TL angegeben, was sehr koch- und einkauffreundlich ist. Apropos Einkaufen, für die Rezepte, die ich ausgesucht hatte, musste ich nichts einkaufen, da ich alles zu Hause hatte, das spricht wirklich sehr für das Buch, man findet wirklich keine Zutat, die schwer zu bekommen oder sehr außergewöhnlich ist. Ich hoffe, ich täusche mich gerade nicht, aber ich bilde mir ein, keine einzige Zutat à la Tofu, Sojacuisine, Sojamilch oder Seitan gesehen zu haben. 

Nachgemacht habe ich:

Rübenburger – so einfach, aber so gut!
Linzeraugen

 

Burgenländischer Kartoffelsterz und Rotkraut – M. meinte, so gut wie bei Mutti 😉

 

Fluffiges Brot für Gemütliche


Mein Fazit
Das Buch besticht durch simple, aber leckere Speisen, schöne Fotos (auch von Lisa z.b. beim Arbeiten im Garten) und günstige, leicht zu beschaffene Zutaten. Darum ist es für mich eine absolute Kaufempfehlung!

Einziges Minus gibt es von mir dafür, dass nicht alle Rezepte bebildert sind. Nett hätte ich auch eine Angabe zu Zubereitungs- und Kochzeit gefunden. Sonst finde ich das Buch aber einfach nur perfekt. 

Vegan, regional, saisonal
Lisa Pfleger
Ulmer Verlag
April 2014
ISBN: 978-3-8001-8068-4
192 Seiten
Ca. 150 Farbfotos 
€ 19,90



Raw Soul Food* – Ich bin wirklich keine Fachfrau für Rohkostküche, ich hab ein paar „Koch“bücher darüber zu Hause, mal einen Workshop besucht und ich esse es auch immer wieder gerne. Aber, ich werde nicht ganz warm damit (hehehe, kalt auch nicht). Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein paar rohe Rezepte aus dem Buch auszuprobieren. Mehr dazu weiter unten.

Zunächst klärt Raw Soul Food was Roh bedeutet (z.b. alles unter 42°C) welche Vorteile eine vegane, rohe Kost mit sich bringt und auf was man achten sollte z.b. Einweichen der Nüsse – an der Stelle gibt es eine tolle Übersichtstabelle. Auch für Keimlinge und Sprossen gibt es so eine Übersicht – sehr hilfreich. 

Auch auf die Küchengeräte wird eingegangen, bis auf ein Dörrgerät hab ich alles da (z.B. Entsafter, Spiralschneider, V-Hobel), ich meine aber, dass man auch mit wenigen Utensilien zurecht kommen wird. 

Zwischen den Rezepten gibt es die sogenannten „Rohkost extended“ Beiträge, in diesen erfährt man Wissenswertes zu z.b. Ölen, Fetten, Superfoods und wie man Kokosnüsse knackt. 

Zum Schluss findet man noch Bezugsquellen mit Herstellerempfehlungen, was besonders für Neulinge sehr sinnvoll ist. 

Der Rezeptteil
Die Rezepte sind unterteilt in:

  • Salate (4 Rezepte)
  • Rohkost to go (14 Rezepte)
  • Hauptgerichte (17 Rezepte)
  • Fruit Love (7 Rezepte)
  • Torten, Kuchen und Pralinen (10 Rezepte)
  • Desserts (5 Rezepte)
  • Smoothies, Shakes und Cocktails (13 Rezepte)

Vom Aufbau her ähnelt das Buch „Vegan, regional,..) zuerst die Zutaten (meistens mit Grammangaben), darunter die Zubereitung, ergänzt wird das sehr oft durch kleine Tipps am Rande. 

Nachgemacht habe ich:

Chiamandelmilchreis mit Himbeeren – wahnsinnig lecker


Bananencreme mit Himbeeren – eher unspektakulär
Kokos-Maca-Herzen / Nougatkonfekt – mjam!


Mein Fazit
Das Buch ist wunderschön und liebevoll gestaltet. Jedes Rezept ist bebildert, was mir immer sehr wichtig ist. Mit den Rezepten selbst tue ich mir schon ein bisschen schwer, da ich immer skeptisch bin, ob’s denn schmeckt, gerade bei so erstmal seltsam klingenden Kombinationen wie Banane/Löwenzahn oder Tomate/Mango. Ich bin zu feig…

Die andere Schwierigkeit für mich besteht darin, dass ich nicht alle benötigten Zutaten zu Hause hab bzw. wegen ein paar Rezepten diese nicht unbedingt kaufen möchte.

Wie bei den meisten Rohbüchern hab ich mich nur auf die süßen Speisen beschränkt, rohe Süßigkeiten finde ich nämlich toll.

Trotz meiner persönlichen Probleme mit rohem „kochen“ würde ich das Buch roh interessierten Menschen empfehlen, da es wirklich sehr übersichtlich und gut gemacht wurde. 

Raw Soul Food
Julia Lechner, Anton Teichmann
Ulmer Verlag
August 2014
ISBN 978-3-8001-8264-0
74 Rezepte
159 Seiten
181 Farbfotos
€ 19,90

Leseproben:


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Käufe über diese Links kosten euch nicht mehr, bringen mir aber ein paar Cents 🙂 Danke!

Beide Bücher wurden mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. 


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Keine Kommntare

  • Antworten
    Mihl
    7. November 2014 at 08:54

    Vielen Dank für die Rezensionen. Das scheinen ja zwei sehr unterschiedliche Bücher zu sein und wenn ich eins auswählen sollte, würde ich mich wohl eher für das erste entscheiden, da mit der saisonale Ansatz sympathischer erscheint.

  • Antworten
    johanna
    7. November 2014 at 11:40

    Das Nougatkonfekt aus dem rohveganen Kochbuch sieht ja lecker aus! Davon hätte ich jetzt auch gern ein paar zum Morgenkaffee! (:

    Liebe Grüße,
    Johanna

  • Antworten
    Bella
    7. November 2014 at 14:11

    Glaub mir, Tomate und Mango SCHMECKT 😀

  • Antworten
    Simone Commeamus
    9. November 2014 at 17:56

    Toller Post – nach sowas bin ich schon länger auf der Suche. Vegan, regional, saisonal sagt mir zu, Rohkost ist nicht so mein Fall… 🙂 Ganz liebe Grüße
    Simone

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    14. November 2014 at 23:50

    hm, ich weiß immer noch nicht recht 😀

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    14. November 2014 at 23:52

    Ja, mir ist Vegan, regional, saisonal auch lieber. Da sind so viele, so einfache Rezepte drin.

    LG Angie

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    14. November 2014 at 23:52

    Das war auch superlecker und war innerhalb von 2 Tagen verputzt!

    LG Angie

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    14. November 2014 at 23:53

    Danke 🙂 LG Angie

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