Kochbuch/ Rezension

{Rezension} Vegan und Basisch / Kneipp Verlag


Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich mich wieder gesünder – sprich weniger Weißmehl, Zucker, mehr Gemüse – ernähren möchte und eine basische Ernährung ja auch ganz gut bei Sodbrennen und grauen Haaren helfen soll (Stichwort Übersäuerung). Der Untertitel „die gesündeste Art des Kochen“ klang ebenfalls sehr vielversprechend.


In der Einleitung wird die basische Ernährung gut und verständlich erklärt. Mein Wissen darüber war bislang sehr gering. So war mir zwar klar, dass viele Gemüse und Obstsorten als basisch gelten, aber nicht, dass auch saure Lebensmittel (PH-Wert von 1-7) durch Zugabe von basischen Lebensmittel wie Salz und Kräutern basisch wirken können. 

In der Zusammenfassung steht, dass man für ein gesundes Leben folgende Komponenten täglich im Essen haben muss: Mineralien, Fermentationsprodukte, Kräuter, Gewürze und Öle. Und genau diese finden sich in den Rezepten.

Die enthaltene Warenkunde ist sehr ausführlich und beschreibt auch (mir bislang) unbekannte Sachen wie Mirin, Ume und Genmai Su. Ja, der Eindruck ist richtig, es werden gern asiatische Mittel verwendet. Die Speisen selbst sind aber wenig asiatisch angehaucht.

Sehr interessant fand ich auch die Tipps zum gelingsicheren Nachkochen. Das Wichtigste: die Liebe 🙂 Die anderen Tipps beziehen sich auf das Zubereiten von Wurzelgemüse und der Vermeidung von Blähungen nach dem Essen durch richtiges Kochen. Hier wird auch erwähnt, dass alle Gerichte (wenn nicht anders angegeben) für 4-5 Personen angelegt sind.

Die Rezepte sind unterteilt in:

  • Grundrezepte (15 Rezepte)
  • Vorspeisen, Dips und Salate (21 Rezepte)
  • Suppen (12 Rezepte) 
  • Warme Hauptspeisen (48 Rezepte)
  • Süßes (14 Rezepte)

Nicht alle Rezepte sind bebildert, die enthaltenen Fotos sind aber sehr ansehnlich und appetitanregend. Fast jedes Rezept enthält einen Tipp oder ein „gut zu wissen“.

Mir haben auf Anhieb sehr viele Gerichte zugesagt – trotz des vielen Gemüses – ihr wisst ja, Gemüse ist nicht immer so meins 😉 Mir viel es aber schwer Gerichte zum Nachkochen auszuwählen, da ich immer ein oder mehrere Zutaten nicht im Haus hatte und ich nicht extra in den Bioladen fahren wollte. 

Nachgekocht/gebacken habe ich:

Süßkartoffel-Gemüse-Auflauf mit Seitan/Gratiniercreme mit Kurkuma u. Pertersilie
Schoko-Birnenschnitte




Süßkartoffel-Karfiol-Suppe

Ausprobieren möchte ich noch:
Süßkartoffelpüree
Polentapizza
Süßkartoffel-Sojaschnetzel-Salat
Rote-Rüben-Kren-Suppe
Überbackene Grünkernknödel
Dinkel-Kastanien-Palatschinken mit Mandelmusfülle
Tsampakugeln

Fazit
Die ausprobierten Speisen waren sehr lecker und wirklich einfach zuzubereiten. Die Kochanleitungen sind verständlich geschrieben und die Auswahl an unterschiedlichen Gerichten ist sehr breit. Mir hat besonders gefallen, dass es viele Gerichte mit Süßkartoffeln gibt, ich liebe die!

+ viele, interessante Rezepte; außergewöhnliche Kombinationen; die Einleitung und die Wissensvermittlung über basische Ernährung sind ausreichend; schöne Fotos; gesund und lecker

– nicht alle Speisen sind bebildert; es werden viele Zutaten pro Gericht verwendet; es werden viele außergewöhnliche Zutaten verwendet, die man nicht in jedem Laden so einfach kaufen kann; Angaben zu Kalorien und Zubereitungszeit wären nett gewesen. 

Für: alle die an basischer Ernährung interessiert sind und das nicht nur ab und zu machen wollen (denn es müssen einige eventuell „neue“ Zutaten gekauft werden, um alles nachkochen zu können). 


Vegan & Basisch*
Johann und Gabi Ebner
Kneipp Verlag
€ 17,99
ISBN 978-3-7088-0635-8
Hardcover, 144 Seiten
September 2014


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Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Keine Kommntare

  • Antworten
    Bloody
    22. Oktober 2014 at 06:46

    Die Rezepte hören sich auf jeden Fall lecker an! Allerdings ist es bei uns sowieso schon schwierig an manche Sachen zu kommen… und dafür, dass hier höchstens ab und zu solche Gerichte auf den Tisch kommen könnten, wäre das wohl eher ungeeignet! 🙁
    Trotzdem danke für die interessante Vorstellung!
    Vlg Bloody

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    22. Oktober 2014 at 07:41

    Ja, das ist leider schade mit den Zutaten, denn die Rezepte sind alle so interessant. Ich hab bei den 2 würzigen Speisen einfach das Ume Su weggelassen, für eine basische Ernährung wie nach dem Buch ist das Gericht dann halt nur mehr bedingt geeignet.

    LG Angie

  • Antworten
    Ahnungslose Wissende
    22. Oktober 2014 at 09:04

    Oooooh, ich teile deine Liebe für Süßkartoffeln absolut. Das scheint ein Buch wie für mich gemacht zu sein…Danke fürs Vorstellen 🙂

    Liebe Grüße…

  • Antworten
    Anonym
    23. Oktober 2014 at 12:53

    Ich hoffe, dass der pH-Wert von 1-7 nicht im Buch als sauer beschrieben wird. Das würde die Kompetenz des Buches nämlich enorm schmälern, weil ein pH von 7 als neutral gilt. Das ist absolutes Grundlagenwissen Chemie und lässt sich überall nachlesen 😉 Ich finde es schade, weil so grobe Patzer lassen mich immer daran zweifeln, ob das Detailwissen dann überhaupt noch stimmt.
    Mich würde ja noch interessieren, weshalb Salze als basisch gelten. Rein chemisch gesehen weist unser Kochsalz in Lösung nämlich einen pH von 7 auf, ist also neutral. Bei anderen Salzen hängt es davon ab, ob die Säure oder die Base stärker war. Das Salz einer schwachen Säure und einer starken Base reagiert demnach basisch; ist die Säure stärker, reagiert das Salz in Lösung sauer.
    Sorry für meine vllt dumme Frage, aber ich kenne mich mit der Säure-Basen-Ernährung überhaupt nicht aus.
    Liebe Grüße

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    23. Oktober 2014 at 14:51

    Nein, keine Sorge. Im Buch steht Ph-Wert 7 als neutral. Darunter sauer, darüber basisch. Im Buch wird Salz als wichtiger Basenlieferant in etwa so erklärt: Gemüse mit einem Ph-Wert von z.b. 4 würde mit einem Salz mit Ph-Wert 8,5 einen chemischen Prozess starten in dem das Gemüse mit dem ph-Wert des Salzes aufgeladen wird. Es wird aber nicht zu Kochsalz sondern zu naturbelassenem Salz wie Khoysansalz geraten. Ich kenn mich leider auch nicht wirklich mit der basischen Ernährung aus…und von Chemie hab ich noch weniger Ahnung 😉

    LG Angie

  • Antworten
    Anonym
    24. Oktober 2014 at 19:32

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Liebe Grüße

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