Vegane Produkte

{Im Test} Standmixer AEG Perfect Mix SB175

Einen Standmixer habe ich nie besessen, ich bin direkt vom billigen Stabmixer zum mittelpreisigen Hochleistungsmixer (einem Vitamix Turboblend) gewechselt. Da mein Mixer öfter mal wochenlang Urlaub bei meiner Schwester macht, hab ich mich sehr darüber gefreut, den Standmixer Perfect Mix SB175* von AEG testen zu dürfen.
Meine Erwartungen an das Gerät waren nicht allzu groß, denn mit einem Hochleistungsmixer kann so leicht nichts mithalten. Die Smoothies werden da einfach feiner und cremiger (und durch die hohe Umdrehungszahl wird bei grünen Smoothies das Chlorophyll freigesetzt) und er ist vielseitig einsetzbar, z.B.: für Nussmuse, Cremen und Fruchteis.
Als der Standmixer ankam, befreite ich ihn von seiner Verpackung, baute ihn zusammen (sehr einfach, es gibt nur 4 Teile) und schmiss etwas Obst (Banane, Orange, Apfel und eine sehr überreife Birne) für den ersten Test hinein. Zuerst habe ich die erste von 3 Stufen gewählt, es passierte…gar nichts. Das Obst bewegte sich im Mixer nicht, von mixen ganz zu schweigen. Also hab ich gleich auf die höchste Stufe geschalten und war mehr als irritiert als sich immer noch nichts tat. Ich gab etwa 200ml Wasser dazu und dann klappte es doch. Der Smoothie war lecker, gut gemixt, aber wie ich mir gedacht hatte, waren sehr kleine Stückchen Schale zu sehen. Mein erster Versuch deutete also auf einen eher negativen Testbericht hin.
Aber schauen wir uns das Gerät mal im Detail an.
Aussehen/Material und Ausstattung
Optisch finde ich den Mixer recht ansprechend, er ist auch nicht zu groß und nimmt wenig Platz in der Küche ein. Der Glasbehälter wertet die restliche Plastikverarbeitung auf, wobei ich ein bisschen Angst habe, dass der Behälter mir kaputt gehen würde. Das Unterteil mit Motor ist leicht, aber gemeinsam mit dem Behälter bekommt er aber doch ein wenig Gewicht von ca. 3kg.
Auf dem Behälter gibt es eine Milliliterangabe bis 1500. Ein keiner, transparenter Messbecher (50ml) ist im schwarzen Deckel integriert. Stösel oder anderes Zubehör gibt es nicht.
Die sehr kurze Betriebsanleitung ist ausreichend und verständlich beschrieben. Ein kleines Heft mit Rezeptideen wäre nett gewesen.


Leistung und Ergebnisse
Nach meinem ersten Versuch hatte ich arge Zweifel ob das Gerät mehr als dünne Smoothies schaffen würde. Seine 450 Watt haben in weiteren Versuchen aber doch gute Arbeit geleistet.
Die 3 vorhandenen Mixstufen sind meiner Meinung nach unnötig, ich habe alles auf der höchsten gemixt um gute Ergebnisse zu erzielen.
Meine Lieblingsnascherei bestehend aus Bananen, Orangen und Kakao hat der AEG wunderbar hinbekommen. Nötig war nur ein kleiner Trick, nämlich die Orange zuerst und alleine zu mixen, so entstand Flüssigkeit und mit der hat er auch die Bananen problemlos geschafft.
Der Härtetest war ein Flohsamenschalenmozarella (Rezept folgt). Die eingeweichten Cashews waren kein Thema, aber mit den klebrigen, aufgequollenen  Flohsamenschalen brachten den Mixer schon an seine Grenzen. Das Gerät fing zu riechen an und wurde warm. Mit ein paar kurzen Pausen ging es aber und der Mozarella gelang.
Danach hab ich direkt die Crushed Ice-Funktion ausprobiert, sowohl mit Eis als auch mit gefrorenen Früchten. Beides klappt gut, jedoch spritzt Eis bzw. Früchte bis an den Deckel und ist dann etwas mühsam aus dem Behälter zu bekommen. Störend fand ich auch den recht hohen Lärmpegel durch das im Behälter rumspringende Eis.  


Reinigung
Hier bekommt der Mixer von mir ein Gut. Der Behälter kann direkt am Mixer gereinigt werden, wenn man etwas Wasser und Spülmittel einfüllt und kurz mixt. Oder man nimmt das Oberteil ab und spült es direkt unter Wasser aus, mit einer Bürste geht das schnell und wird sehr sauber.
Den Unterteil des Behälters, in dem sich die Messer befinden, kann abgenommen werden, das hab ich aber nicht geschafft. Entweder fehlte mir die Kraft oder ich hab schlicht in die falsche Richtung gedreht.
Mein Fazit
Meinen Hochleistungsmixer ersetzt mir der AEG Perfect Mix natürlich nicht, aber ich war erstaunlich zufrieden nach ein paar Durchgängen. Für Shakes und Smoothies reicht er aus. Für den Preis von ca. € 50,– würde ich ihn mir nicht kaufen, sondern bei einem Stabmixer bleiben oder sparen und in ein teureres bzw. besseres Gerät investieren.
Falls ihr noch mehr Meinungen zum Gerät lesen wollt, hab ihr hier noch einen weiteren Testbericht. Da gibt es auch noch einen. 
Einen der Shakes, den ich im AEG gemixt habe, möchte ich noch mit euch teilen. Sehr lecker und er bringt ein bisschen Sommer zurück. Wer es etwas exotischer mag, kann noch Ananas und Kokos hinzufügen.



Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Standmixer.de entstanden. 
*Affiliate Link

Das könnte dir auch gefallen.

Keine Kommntare

  • Antworten
    nichtnocheinveganblog
    21. Oktober 2014 at 13:53

    Hey Angie,

    bist du sicher, dass du die Crushed Ice-Funktion mit Ei getestet hast 😉 ?

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich habe leider nur so ein Teil wie das von dir Getestete (allerdings von einem anderen Hersteller) und habe es schon oft verflucht, weil ohne Flüssigkeit oft einfach nicht passiert. Dann drücke ich mit einem Löffel den Inhalt runter, es dauert weig und das nervt… Ich glaube, ich werde mir dann doch irgendwann noch einen Hochleistungsmixer zulegen 🙂

    LG
    Lotte

  • Antworten
    nichtnocheinveganblog
    21. Oktober 2014 at 13:56

    PS: den leckeren TripleBerry-Shake schafft mein Mixer aber in jedem Fall und er klingt herrlich 🙂

  • Antworten
    Angie/Bissen für's Gewissen
    21. Oktober 2014 at 16:31

    Hey!

    Hahaha, danke für den Hinweis, da hab ich doch glatt das s vergessen. Hab es gerade geändert.
    Wüsste ich nicht wie toll ein Hochleistungsmixer ist, wäre ich mit dem Mixer eigentlich ganz zufrieden. Das Runterschieben vom Inhalt hat man bei Vitamix und Co ja auch, nur gibts da nen Stösel mitgeliefert 🙂

    LG Angie

  • Antworten
    nichtnocheinveganblog
    21. Oktober 2014 at 17:01

    Schade, ich dachte, da geht das von allein. Aber ein Stösel ist immerhin praktisch 🙂 und gerade Nussmus etc. kann meiner eben nicht, ohne dass er heiß wird und ich Angst bekomme, dass er den Geist aufgibt… allerdings hab ich zur Zeit nicht genug Geld für ein Hochleistungsteil. Aber es kommt auf meine imaginäre Einkaufsliste für nach dem Studium…

  • Antworten
    Dursun
    22. Oktober 2014 at 09:11

    Hey,
    danke noch mal für das leckere Rezept. @nichtnocheinveganblog : Das gleiche finanzielle Problem hatte ich auch als Azubi. Ich hab vor einem Jahr den Omniblend V auf der VeggieWorld in Düsseldorf entdeckt und hab ihn mir auch direkt geholt. Ich finde das der Omniblend zu 99,9% genau das gleiche kann wie der Vitamix ist aber zu dem Preislich deutlich günstiger. Zudem ist beim Hersteller auch eine Garantie von 5 Jahren enthalten. Zudem ist auch von von einem Institut bewiesen worden, dass der Omniblend das im Blattgrün enthaltenden Chlorophyll aufspaltet.

    http://omniblend.de/content/72-mixgut-analyse-von-igv

    Gruß Dursun

  • Hinterlasse einen Kommentar