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{Event} Foodcamp 2014 #foodvie

Seit Monaten gibt es 2 Termine, denen ich entgegen fiebere. Der eine war am Samstag, 17.05., der andere ist Montag, 26.05. Seit Monaten hatte ich auch die Befürchtung, dass sich der eine Termin wegen dem anderen nicht ausgehen wird. Aber mein Baby ist wohl ganz Statistik und kommt – wie viele Erstgeborenen – lieber später als früher (noch hat er 2 Tage Zeit das Gegenteil zu beweisen).
 
©  The Coolinary Society
So konnte ich doch am diesjährigen Foodcamp teilnehmen und bin in Begleitung meiner Schwester Alex am Samstag ins traumhaft schöne Palais Sans Souci in Wien 4 gereist, in weiser Voraussicht mit dem Auto, a) weil schwangere Füße zum Anschwellen neigen und b) wir uns an das Gewicht des letztjährigen Goodiebags erinnern konnten 🙂
 
Beim – von Ja!Natürlich und Joya gesponserten – Frühstück (leider gab es nur Müsli, Sojamilch und Sojajoghurt vegan) wurde die Lage gecheckt und die ersten bekannten Gesichter begrüßt.
Mein Frühstück am Foodcamp
Bei unserem ersten Foodcamp letztes Jahr kannten wir noch niemanden und standen schüchtern und immer im Doppelpack herum. Dank einiger anderer Events in der Zwischenzeit hatten wir schnell eine kleine Runde zusammen: 
(von links nach rechts)
Ella, Andrea, Sonja, Cookie!!!! und Yvonne. Aja, kaum lächelndes Ich steht als 3te von rechts rum.
© Alex / Tortenschlaraffenland
Im Gegensatz zum Vorjahr gab es dieses Mal praktische Sessions, für die es sich bereits im Vorfeld anzumelden galt. Alex und ich haben beide „Tofu selbst herstellen“ und „Glutenfrei backen“ angegeben. Die Entscheidung, welche Session uns zugewiesen wurde, bekamen wir erst vor Ort bei der Anmeldung mitgeteilt. Ich hatte schon damit gerechnet, dass wir beide bei „Glutenfrei backen“ landen, Tofu wäre mir natürlich lieber gewesen, da es die einzige rein vegane, praktische Session war.
 
Da „unsere“ Session erst für nach der Mittagspause angesetzt war, konnten wir ganz entspannt dem Meinl Barista bei seiner Kaffeekunst über die Schulter und danach in die erste offene Session schauen.
Hey, Marilyn! 
Eva von Foodtastic hielt im Dachgeschoß eine sehr interessante Session zum Thema „Foodfotografie„. Sie erklärte uns Wichtiges zu Spiegelreflextechnik, Bildaufbau, Farben und Styling. Leider bin ich unfähig mir das zu merken, ich hab schon eine Menge Bücher zu diesem Thema gelesen, aber gerade die technischen Sachen wollen einfach nicht in meinem Kopf bleiben. Kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung oder wie war das???
Dann wurden die Tipps gleich in die Praxis umgesetzt, ein Set aufgebaut und Eva schoss mit ihrer beeindruckenden Fotoausrüstung ein paar Beispielbilder davon. Mein Foto ist – Vorführeffekt – natürlich unscharf geworden 🙂
 
In der Mittagspause durften wir neue Produkte von weiteren Sponsoren kosten. U.a. Adamah (Säfte und veganes Pesto), Fandler (Salz und Öle) und Zero Waste Jam.  Letztere haben mich besonders begeistert. Die Marmeladen und Muse werden aus Obst hergestellt, das keine Verwendung mehr gefunden hätte. Eine wunderbare Idee und sie schmecken wirklich vorzüglich. Ich bedauere es immer noch, mir kein Glas der unglaublich guten Zwetschken-Holler-Marmelade gekauft zu haben. Muss ich dringend nachholen!
 
Die bekannte Kochbuchautorin Elisabeth Fischer zauberte mittags vegane bzw. vegetarische Speisen. Ich nahm die Tortilla mit Tofu-Gemüsefüllung und dazu 2 Tofu-Kokos-Bällchen. Schmeckte beides sehr gut. 
 
 
Danach ging es auch schon ans Backen. Ich hatte ein bisschen auf Brot gehofft und dass dieses vegan sein könnte, es wurden dann aber doch 2 nicht vegane Kuchen: Schokokuchen und Nektarinen-Heidelbeeren-Galette. Auch diese Session wurde von Eva geleitet, gemeinsam mit Alex von Kamehl. Auch wenn ich selbst nicht von Zöliakie betroffen bin, fand ich es sehr lehrreich zu hören wie man Gluten ersetzen kann bzw. mit welchen Tricks man die zur Trockenheit neigenden Teige aufpeppen kann. So wurde Alex’s Schokokuchen z.b. einfach mit Tee beträufelt. Zur Verwendung kamen auch Flohsamenschalen, die Teige geschmeidiger werden lassen. Schon oft davon gehört, langsam sollte ich mir auch welche zulegen. 
 
Glutenfreier Schokokuchen
Meine Teilnahme an der Session bestand ehrlich gesagt aus „im Weg rumstehen“ und „übrig gebliebenes Obst naschen“. Gekostet hab ich keinen der Kuchen, aber laut den anderen waren sie beide hervorragend. 
Nektarinen-Heidelbeeren-Galette. Links vor dem Backen, rechts danach
2 Luster des Palais – ich bin jedes Mal wieder fasziniert
Nach dem das Backen doch eine Weile gedauert hatte, machten sich meine Beine das erste Mal bemerkbar, also haben wir schnell eine weitere Theoriesession und somit einen Sitzplatz gesucht und gefunden: Mediakit-Cheatsheet für Foodblogger, gehalten von Conny von Moments in a jellyjar. Das Thema war perfekt aufbereitet und Conny eine bezaubernde Sessionleiterin (dank ihr möchte ich mir sofort wieder einen Pony schneiden und die Haare rötlicher färben lassen – so hübsch und ich hab nicht mal ein Foto von ihr gemacht, damit ihr seht was ich meine, grr). Dass in der Session auch 2 Pressemitarbeiterin von Philips anwesend waren und abschließend Feedback von Firmenseite aus gegeben haben, war besonders aufschlussreich. Firmen mögen es kurz, genau und mit perfekter Rechtschreibung, das nehme ich daraus mit. 
Wegen Problemen mit dem Abfluss wurde die Tofusession von der Küche in den Wintergarten verlegt. Glück für uns, denn so konnten wir auch einen Blick auf die Herstellung werfen, obwohl wir in dieser Session eigentlich gar keinen Platz ergattern konnten. Elisabeth Fischer zeige wie man Sojamilch selbst herstellt und daraus sowie aus gekaufter Sojamilch dann Tofu zaubert. 
 
Links: Sojamilchzubereiter, Rechts: Elisabeth Fischer beim Erklären
Tofu in the making 
Ganz haben wir die Session nicht verfolgt, da die nächste Theoriesession (und somit wieder ein Sitzplatz!) rief: Google Analytiks und Webmaster Tools von Birgit von Bratgeber. Das war für mich die hilfreichste Session, auch wenn ich nicht alles verstanden hab bzw. den Anfang nicht mitbekommen habe. 
 
Mittlerweile war der Tag schon bei 17h angekommen und es machte sich bei mir heftige Müdigkeit bemerkbar und meine Beine wollten auch nicht mehr. Also ging es ans Verabschieden. Leider war der Tofu zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig, ich hätte ihn zu gern gekostet. 
 
Der krönenden Abschluss, der wunderbar gelungenen Veranstaltung, war das großzügige Goodiebag der Sponsoren. Der Stabmixer letztes Jahr war bereits der Hammer, aber dieses Mal gab es einen Airfryer von Philips! Vielen Dank an die Sponsoren!
 
Aber mein größter Dank gilt natürlich Dani und Nina von der Coolinary Society und ihrem Team für einen tollen Tag mit wieder mal ausgezeichneter Organisation. Man merkt mit wie viel Liebe da gearbeitet wird. 
 
Unbedingt erwähnen möchte ich noch, dass – ganz im Sinne verantwortungsvollen Umgangs mit Lebensmitteln – übrig gebliebene der Gruft gespendet wurden. Außerdem waren alle Teilnehmer dazu aufgerufen, dies mit einer Geldspende noch zu unterstützen, dem hoffentlich fleißig nachgekommen wurde. 
 
Mein persönliches Fazit: nächstes Jahr natürlich wieder! Ich kenne viel zu wenige der österreichischen Blogger bzw. deren Blogs und werde zukünftig versuchen das zu ändern, bloggen ist das beste Hobby der Welt (für mich) und es gibt noch wahnsinnig viel zu lernen!
 
 
Eine Liste aller Posts über das Foodcamp 2014 findet sich hier
 
 
PS: ihr wollt nicht wissen, wie meine Füße nach dem Tag ausgesehen haben. Wirklich nicht schön, ich hätte sogar Fotos davon, Interesse anyone? 😉
 
 

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Keine Kommntare

  • Antworten
    Conny
    24. Mai 2014 at 07:47

    Liebe Angie, was für ein wunderbarer Nachbericht zum Foodcamp und vielen Dank für deine Erwähnung. So ein Feedback tut richtig, richtig gut! <3

    Alles Liebe und ein tolles Weekend,
    Conny

  • Antworten
    Aurinko
    24. Mai 2014 at 19:02

    Es war schön, gleich mal "Zwei" von Alex' Familie kennenzulernen! Ich wünsch dir noch alles, alles Gute. 🙂

  • Antworten
    Nadja
    25. Mai 2014 at 07:47

    Ein wirklich schöner Bericht und tolle Fotos! Deine Füße müssen nach all dem Herumstehen sicher höllisch wehgetan haben 🙁

    Liebe Grüße
    Nadja

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