Veganes Rezept

Shorty Vegan Guide | Part 4 | „Lies dich schlau“ (+ Verlosung)

In Teil 1 des Shorty Vegan Guide ging es bei Lena um’s Kochen, Kathrin hat dir in Teil 2 gesagt, was du alles essen sollst um gesund zu bleiben, am Dienstag hat Katharina aus der Backstube geplaudert und heute in Teil 4 widme ich mich den zahlreichen Büchern, die es über Veganismus, Ethik und Tierrechte gibt. Dann mal Brille auf und los geht’s!


************************************************************************************************************
 

Du hast sicher schon bemerkt, dass man auf viele Vorurteilen und Unverständnis stößt, wenn man sich zu seinem veganen Lebensstil bekennt oder auch nur dafür interessiert. Umso wichtiger ist es gut informiert zu sein, korrekte Fakten parat zu haben und Zweifler mit köstlichen Cupcakes oder einer bunten Gemüsepfanne umstimmen zu können.

 
Fast alle Informationen lassen sich heutzutage leicht und schnell im Internet finden. Bücher sind eine weitere gute und beliebte Quellen, die dir dabei helfen deine eigene Meinung zu bilden. Mein Beitrag soll dir helfen einen Überblick zu wahren und die dienlichsten Bücher für deinen Start ins vegane Leben auszuwählen. (Fast) alle Bücher, die ich dir vorstelle, habe ich selbst gelesen und viele Rezepte auf ihre Tauglichkeit und Geschmack hin getestet.

Sachbücher
  • Marc Pierschel „Vegan (Review) ist das perfekte Nachschlagewerk für Anfänger wie Fortgeschrittene. Es umfasst alles Wesentliche, von der Entstehung des Veganismus, über verschiedene philosophische Ausrichtungen, bis zu einfachen Rezepten und vielen Tipps und Tricks und weiterführenden Literaturverweisen. Außerdem ist es – im Gegensatz zu vielen anderen Büchern – deutschlandspezifisch.
  • Wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen möchtest, empfehle ich Kath Clements – „Vegan“ und Dr. Gill Langley  – „Vegane Ernährung beides sehr informative, aber etwas trockene Bücher.
  • Rory Freedman/Kim Barnouin „Skinny Bitch„* (Review) wie der Titel schon vermuten lässt, ist Skinny Bitch etwas provokativ und salopp geschrieben. Das macht aber auch den Reiz des Buches aus und ich verborge es gerne an interessierte Personen. Es liest sich sehr leicht und ist einleuchtend argumentiert. Dazu passend gibt es auch ein Kochbuch*.
  • Jonathan Safran Foer  „Tiere essen Foer setzt sich intensiv, genau und mit viel persönlichem Einsatz mit der Ethik des Tiere essen auseinander und lässt seinen Leser anschaulich daran teilhaben. Das Buch strotzt vor Fakten und Einblicken in die (amerikanische) Fleischproduktion. Dabei schafft es Foer nicht zu fordert und pauschal zu verurteilen. Die Thematik und der Schreibstil selbst, bringen den Leser dazu, zu hinterfragen, sich zu informieren und schlussendlich auch die Konsequenzen daraus zu ziehen und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Ein Kunststück.
  • Andreas Grabolle „Kein Fleisch macht glücklich„* das deutsche Pendant zu Foers „Tiere essen“ beschäftigt sich ebenso mit der Frage ob es in Anbetracht der katastrophalen Haltungsbedingungen unserer Nutztiere noch ethisch vertretbar ist oder jemals war Fleisch zu essen. Auch die philosophischen, ökologischen und gesundheitlichen Aspekte bezieht er in seinem gut recherchiert und authentisch geschrieben Buch mit ein. Neben starken Fakten und Statistiken kommen auch persönlichen Anekdoten nicht zu kurz, die das ganze etwas auflockern. 
  • Karen Duve  „Anständig essen – ein Selbstversuch„* der humorige Stil und die offene Art Duves machen dieses Buch zu einem echten Lesevergnügen. Im Selbstversuch setzt sich Duve mit ihrer bisherigen Ernährung auseinander, stellt sich die Frage „Legitimiert Geschmack alles?“ und probiert nach und nach andere Formen aus: Bio, vegetarisch, vegan, frutarisch. Besonders der frutarische Teil ist sehr lesenswert, ich hatte davor keine Vorstellung was man als Frutarier_in so isst. Das Resümee von Duve ist schlussendlich gar nicht so wichtig, sondern welches man für sich selbst zieht. 
  • John Robbins  „Food Revolution“* hat zwar schon einige Jahre am Buckel (wie auch sein anderes Werk „Ernährung für ein neues Jahrtausend „), aber traurigerweise noch nichts an Aktualität verloren. Es ist sehr wissenschaftlich und übersichtlich geschrieben, jedes Kapitel weist „Meinungen“ und „Tatsachen“ auf.  Ein veganes Standardwerk, das du gelesen haben solltest.
  • Manfred Karremann „Sie haben uns wie Tiere behandelt„* Karremann hat als Journalist und Dokumentarfilmer schon viel Tierleid gesehen. In seinem Buch verarbeitet er seine Erfahrungen und wirft einen schonungslosen Blick auf die Ware Tier. Sehr berührend sind die Erzählungen über Rettungsaktion aus Tierfabriken, die oft, aber nicht oft genug gut ausgehen. 
  • Dr. Bruker/Dr. Jung „Der Murks mit der Milch„* Homogenisierung, Pasteurisierung, Eiter in der Milch, artfremde Nahrung und daraus resultierende Allergien, Lebensmittelskandale. Alles was du über Milch wissen solltest, aber eigentlich lieber nicht wissen möchtest, findest du in diesem Buch. Besonders interessant ist das Kapitel über Sojamilch als Milchalternative, die gar keine ist.
  • Campbell „China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise“ wohl die am meisten zitierte und erwähnte Studie zum Thema Ernährung/Veganismus, die es bislang gegeben hat. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen es selbst zu lesen, darum kann ich nur eine allgemeine Empfehlung aussprechen. 
Koch- und Backbücher
Es ist zwar eine Geschmackssache, aber ich finde, ein veganes Kochbuch zeichnet sich durch einen kreativen Umgang mit Gemüse aus und verwendet nicht hauptsächlich oder gar ausschließlich Ersatzprodukte und Zutaten, für die man in 5 Geschäfte einkaufen gehen muss. Die vorgestellten Bücher wurden weitestgehend unter diesem Aspekt ausgesucht. Außergewöhnliche Zutaten habe ich, soweit möglich,  bei jedem Buch mit angegeben.
 
  • Neun Zehn Verlag – „Vegan kochen„, „Vegan backen„, „Vegan grillen Alle 3 Bücher sind perfekt für den Einstieg. Sehr kostengünstig (je € 5,90) mit vielen einfachen Rezepten die leicht gelingen, nicht zuviel Know-how verlangen und beinahe alle Zutaten sind im normalen Supermarkt erhältlich. Außergewöhnlichste Zutaten: Glutenmehl, Zitronengras, Bananenblätter Für: Vegan- und Kocheinsteiger besonders geeignet.
  • Surdham Göb – „Meine vegane Küche (Review) Dieses Buch ist der Inbegriff der kreativen Gemüseküche und kommt ohne Nachbauten à la Spaghetti Bolognese oder Schnitzel auch mit wenigen Ersatzprodukten aus, gerade mal bei den Süßspeisen kommt Sojaschlagsahne öfter zum Einsatz und statt raffiniertem Zucker wird lieber mit Dicksaft, Xylit oder Rohrohrzucker gesüßt. Außergewöhnlichste Zutaten: Asiatisches wie Mizuna (jap. Senfkohl), Yomogi-Soba-Nudeln und Lotuswurzeln. Für: Fortgeschrittene Köche und besondere Anlässe.
  • Roland Rauter „Einfach vegan“ (Review) mein persönliches Lieblings-Kochbuch, an dem ich besonders die Aufmachung und Fotos schätze. In 100 Rezepten finden sich alle Bereiche wieder, vom Frühstück, über Single-Essen, bis zum Abendessen und natürlich Nachtisch. Von der neuen Gemüseküche bis hin zu altbekanntem, mit kleinen Abstechern nach Asien (unbedingt das Madras-Curry nachkochen!) hat Rauter tolle Rezepte kreiert, die auch einfach gelingen. (Ebenfalls sehr zu empfehlen sind seine beiden anderen Bücher: „Einfach vegan – Die Süße Küche“ & „Einfach vegan – Draußen kochen„. Außergewöhnlichste Zutaten: Ras el-Hanout, Lotuswurzeln, Yufkateig. Für: Anfänger bis fortgeschrittene Köche 
  • Josita Hartanto „Vegan Genial (Review) Der Beititel „aufregend anders kochen“ trifft es haargenau. In dem wirklich übersichtlich und klar gestalteten Buch sind unzählige, gesunde Gemüsegerichte der gelernten Köchin zu finden. Wenn du mit raffinierten Speisen beeindrucken willst, kann ich dir Hartantos Buch nur ans Herz legen, damit überzeugst du jeden noch so starken Zweifler! Außergewöhnlichste Zutaten: Galgantwurzel, schwarze Zwiebelsamen, Wagame Algen. Für: Gemüsefreunde, Anfänger bis Profis
  • Nicole Just „La Veganista“ (Review) besticht schon auf den ersten Blick durch seine liebevolle Aufmachung und die sympathischen Fotoanleitungen von Nicole Just, die auch einen wunderbaren Blog führt. Gleich zu Anfang findest du das 1×1 der veganen Küche und eine Tauschbörse, in der du erfährst was man in der veganen Küche statt dem sonst üblichen verwenden kann. Die 100 Rezepte bestechen durch Einfallsreichtum und laden alle zum Nachkochen ein. Unbedingt die Brotknödel ausprobieren, das perfekte Rezept zur Resteverwertung. Außergewöhnlichste Zutaten: Chiasamen, Sobanudeln, Kala Namak-Salz. Für: Blogger 😉 Naschkatzen, Freunden von deutscher Hausmannskost, vom Anfänger bis Fortgeschritten.
  • Björn Moschinski „Vegan kochen für alle“ (Review) 57 Rezepte mit leicht nachzukochender Hausmannkost, großer Sojaanteil. Für: Anfänger und Leute, die Fleischersatz mögen.
  • Marc Pierschel „Vegan lecker lecker passend zu seinem Sachbuch gibt es von Pierschel auch ein reines Kochbuch, das seinem Namen „lecker, lecker“ alle Ehre macht. Auf 98 Seiten findest du zahlreiche Basisrezepte, die sich perfekt für die ersten Versuche in der veganen Küche eignen. Auf der letzten Seite versteckt sich ein Geheimrezept, mir ist es noch nicht gelungen es zu entschlüsseln :)…Außergewöhnlichste Zutat: Reispapier. Für: Anfänger
  • Inge Braun „Schmatz 1 & 2“ österreichische Hausmannskost vom Allerfeinsten findest du in den beiden günstigen (je € 8,90) Kochbüchern des österreichischen Verein gegen Tierfabriken. Für: Anfänger und Liebhaber der österreichischen Küche. 
  • Ox-Kochbuch 5 (Review) Bereits das 5te Buch ist in der Ox Kochen ohne Knochen Reihe erschienen (aber nur #5 ist komplett vegan [1-4 sind vegetarisch/vegan gemischt] – Danke an die aufmerksame Petzi für die Anmerkung :). 200 Rezepte finden sich darin, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Schade, dass so wenig Fotos darin zu finden sind, dann wäre es perfekt. Auch sehr zu empfehlen ist das Magazin „Kochen ohne Knochen“ das 4x im Jahr erscheint und hier als Abo beziehbar ist. 
  • Judita Wignall „Going Raw *(Review) rohvegane Küche ist für dich als Anfänger vielleicht etwas was du dir dauerhaft noch gar nicht vorstellen magst, aber auch hier findest du sehr leckere Rezepte, die du mal ausprobieren solltest, um deinen Speiseplan abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Going Raw ist ein sehr umfassendes Buch und beinhaltet auch eine DVD (in englischer Sprache). Für: Aufgeschlossene
  • Michaela & Jochen Russmann „..aber vegan! dieses relativ neue Buch ist in 5 Kapitel unterteilt, davon ein eigenes Rohkostkapitel. Man merkt dem Buch die viele und liebevolle Arbeit an, die in ihm steckt. Auf vielen der Foodfotos sind Familienfotos der Russmanns im Hintergrund zu sehen, so fühlt man sich bald als Teil der Familie und möchte liebend gern am Familientisch mit essen. Von Michaela Russmann kann man sich übrigens tatsächlich bekochen lassen, sie gibt Workshops und kocht täglich in der Biowerkstatt in Wien 1010! Für: Wenn du es gerne österreichisch und traditionell hast und dabei aber auch neugierig auf kreative Rohküche bist, sollte du mal einen Blick ins Buch riskieren.
  • Roland Rauter „Von Christstollen bis Zimtstern (Review) & Angelika Eckstein „Vegane Weihnachtsbäckerei“ Was eignet sich dazu, deine Mitmenschen davon zu überzeugen, dass du vegan lebend nicht verhungern musst? Klar, Weihnachtskekse! Beide Bücher umfassen eine Unmenge an leckeren Rezepten. Das Buch von Eckstein geht dabei mehr in die Vollwertecke, während Rauter vor allem die Augen und dann erst den Gaumen anspricht. Seine Rezepte habe ich zu 100% nach gebacken und sie gelingen und schmecken auch wirklich alle. Das nächste Weihnachten ist mit beiden Büchern gerettet! 
„Diät“bücher
Atilla Hildmann  „Vegan for Fit“ eigentlich ist es eine Beleidigung es ein Diätbuch zu nennen, aber diesem Urteil verdankt es auch einen Großteil seines unglaublichen Erfolges. Gesund & glücklich sein, abnehmen und fit werden in 30 Tagen verspricht Hildmann und er hält dieses Versprechen. Schon nach der Einleitung, noch lange vor den ersten Rezepten ist man hoch motiviert alte Gewohnheiten (Faulenzen, Fernsehen, schlechtes Essen) für immer (aber mindestens 30 Tage) über Bord zu werfen und ein neues Leben zu beginnen. Es funktioniert auch und das ist das wahre Geheimnis seines Erfolges. Wenn du mehr über die 30 Tages Challenge lesen möchtest, schau auf meinem Blog nach „Vegan for fit“ du findest eine genaue Beschreibung meiner erfolgreichen Challenge. Die Rezepte sind einfach und lecker, jedoch sind manche Zutaten sehr teuer und kommen oft zum Einsatz (Nussmuse, Kakaobutter). Falls du noch nicht über die typische Ausstattung einer veganen Küche verfügst, können dich die 30 Tage leicht ein paar hundert Euro kosten. 
Romane/Kinderbuch/Comics/Graphic Novels
Ja, es gibt auch Romane, die veganen oder tierrechtlichen Content inne haben. Vermutlich sogar mehr als die 3, die ich dir hier vorstelle. 
 
  • Scarlett Thomas  „PopCo“* ist ein mächtiger Spielwarenhersteller, der seine Mitarbeiter in ein Inspirationscamp auf’s Land schickt. Während des Camps ist die Hauptfigur Alice mit seltsamen Codes und einer auffälligen Häufigkeit  veganer Arbeitskollegen konfrontiert. Thomas beschäftigt sich in PopCo wie auch schon in ihren anderen Büchern gern mit den Themen Kryptologie und Homöopathie. Wenn du wissen willst, was eine vegane Untergrundorganisation im Buch für eine Rolle spielt und du das leckere Maria-Antoinette-Kuchen-Rezept, dass sich im Buchanhang befindet ausprobieren möchtest, solltest du PopCo (und eigentlich auch jedes andere Buch von Thomas) unbedingt lesen. 
  • T.C. Boyle  „Wenn das Schlachten vorbei ist“* In Boyles Buch geht es um den Kampf zweier Tierschützerlager gegeneinander, was einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Die Biologen wollen eine seltene Vogelart auf den Santa-Barbara Inseln schützen und deshalb die dort ebenfalls ansässigen Ratten töten. Die Tierrechtler/Veganer wollen dies verhindern, aber nehmen wiederum das Aussterben der Vögel in Kauf…. In seinem gewohnten mitreißenden Stil wirft Boyle die wesentlichen Fragen auf „Dürfen wir die Natur kontrollieren?“ „Dürfen wir eine Art zu Gunsten einer „besseren“ ausrotten?“ Wenn du das Buch gelesen hast, verrate mir wie es ausgeht, ich hab es noch nicht auf die allerletzte Seite geschafft 🙂 
  • Alexander Bulk  „Schweinchen Hugo reißt aus Ein Kinderbuch, ein wirklich nett geschriebenes mit schönen Illustrationen und einer, wenn auch etwas unrealistischen, aber sehr herzergreifenden Geschichte. Auch für Erwachsene nett zu lesen. Einfache Rezepte, die Kinder gerne mögen und nachkochen können, sind ebenfalls enthalten.
  • Derrick Jensen/Stephanie McMillan „As the World Burns: 50 Simple Things You Can Do to Stay in Denial“ „Ich habe eine Energiesparlampe, ich tue genug für die Umwelt“. Das und noch weitere 49 andere Dinge gibt es, die du tun kannst, um dein Gewissen zu beruhigen und dabei die Welt zu retten. Aber ist es wirklich so einfach? Sind das nicht bloß miese Tricks der Firmen und Regierungen um uns Konsumenten die Verantwortung zu zuschieben? Genau das fragt „As the world..“ und die Antwort lautet: Ja, und es wird Zeit, dass diese Verantwortung wieder von den Verursachern übernommen wird. In putzigen Bildern erzählt diese Graphic Novel von einem einäugigen Bunny, dass seine Freunde aus dem Tierversuchslabor rettet und während der amerikanische Präsident die Welt an gefräßige Alienroboter verkauft. 
So, das war meine kleine Übersicht, ich hoffe, es hat dir gefallen. Natürlich stellt das nur einen Bruchteil, der erhältlichen Bücher da und es werden ständig mehr (im Herbst erscheinen ein paar, auf die ich mich schon sehr freue). Über Ergänzungen und Tipps freue ich mich sehr, entweder hier als Kommentar oder in der Facebookgruppe 🙂  
 
************************************************************************************************************

Abschließend noch ein kleiner Exkurs zum Thema Druckproduktion. Vielleicht ist dir der Gedanke schon mal gekommen:

„Sind Bücher und Papiere eigentlich vegan?“
 

Abgesehen davon, dass die Papier- und Druckindustrie viel Energie benötigt und Unmengen von Kohlendioxid in die Atmosphäre ausstößt, sowie Bäume natürlich gefällt werden müssen, kann es auch sein, dass (beschichtete) Papier mit Gelatine veredelt wurden, denn diese dient u.a. als Bindemittel, Klebstoff, und Imprägniermittel. Besonders Fotopapiere sind meistens gelatinehaltig, da dieser Hilfsstoff die Farbdichte der Primärfarben (CMYK) verbessert und das Ausbleichen verhindert.

Auch Kleber können tierische Inhaltsstoffe (Knochenleim) aufweisen. Die sehr gängige PUR-Klebebindung (Polyurethan = Kunststoff, leider nicht sehr umweltfreundlich) und die meisten Druckfarben sind vegan, werden aber wie auch die eingesetzte Druckchemie an Tieren getestet.

Zum Glück gibt es auch Firmen, die sich der Problematik bewusst sind und deswegen Ihre Drucksorten vegan und möglichst umweltfreundlich produzieren lassen. Dazu zählen z.B. alle Bücher des Verlages http://www.compassionmedia.org/ (u.a. Pierschiel – Vegan, Kaufmann – Vegan Guerilla). Auch eine ethisch und vegan handelnde Werbeagentur und Druckerei gibt es in Deutschland bereits, die Firma Voice Design

Auf was kannst du beim Papier und Buchkauf achten?
Wie auch bei Kosmetik und Textilien gibt es bei Druckprodukten und Papieren eine Vielzahl an Labels, die zumindest für einen Umwelt- und Ressourcenschonenden Umgang stehen. 

  • Das Österr. Umweltzeichen
  • Das EU Ecolabel            
  • Der blaue Engel                
  • FSC/PEFC (nachhaltige Forstbewirtschaftung, Recycling)

************************************************************************************************************
Gewinnspiel
Nachdem du nun hoffentlich einen guten Überblick gewinnen konntest und jetzt sicherlich am liebsten in die nächste Buchladen stürzen möchtest, um all die tollen Bücher zu kaufen, darf ich dir sagen: „Nicht so schnell, denn du kannst ein paar davon hier gewinnen“ (und die restlichen kaufst du dir einfach nach und nach).

Vielen Dank an die Verlage und deren PR-Agenturen, die so großzügig Bücher zur Verfügung gestellt haben. Statte Ihnen doch online einen Besuch ab, sie haben noch viele andere tolle Bücher im Programm.


 





 

Um beim Gewinnspiel teilnehmen zu können, musst du…

  • …aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz sein
  • …über 18 Jahre alt sein (oder die Einverständniserklärung deiner Eltern haben)
  • …ein Mail an salka[at]bissenfuersgewissen[dot]com schicken, in dem du mir schreibst welches Erlebnis, Gespräch oder Buch/Film dich zum Nach-  bzw. Umdenken angeregt hat.
  • …mir sagen, welches Paket du gewinnen möchtest.

Teilnahmeschluss ist der 01.08.2013 um 23:59

Die Gewinner/innen werden via random.org ausgelost und per Mail benachrichtigt

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, ebenso eine Barablöse. 

Gerne kannst du mir über GFC, Bloglovin, Blogconnect, Pinterest, Instagram , Twitter oder Facebook folgen, dafür gibt es aber keine Zusatzlose (nur meine grenzenlose Freude als Geschenk 😉

Nächste Woche Dienstag, 16.07. geht es bei Erbse auf Kosmetik-vegan weiter! 

Un nicht vergessen, alle Gewinnspiele der einzelnen Themen enden erst am 01.08.2013. Zeit genug um noch mitzumachen!

*Affiliatelinks

Das könnte dir auch gefallen.

Keine Kommntare

  • Antworten
    Frau Schulz
    11. Juli 2013 at 20:02

    Hallo Angie,

    das ist einer der informativsten Beiträge, die ich bislang gelesen habe – wobei mir die Blogger-connect-Idee und das Projekt an sich sowieso sehr gut gefällt. Gute Idee, endlich mal eine Art "To Buy or not to buy"-Leitfaden für vegane Bücher zu erstellen. Gerade in der Anfangszeit ist das hilfreich, aber auch, wenn man schon das ein oder andere Buch gelesen hat, möchte man natürlich einen möglichst breit aufgestellten Literaturkanon im Regal haben und nicht fünf Bücher, in denen fünfmal das Gleiche steht.

    Die Gewinne sind auch der absolute Wahnsinn – vor allem das Kinderbuch über Hugo sieht total putzig aus 🙂

    Allerliebste Grüße und weiter so,
    Frau Schulz

  • Antworten
    Melli A.
    13. Juli 2013 at 13:56

    Tolle Buchtipps!! Aber warum ist Sojamilch keine Alternative zur normalen Milch? Ich stelle ja gerade um, und versuche mich, an die Sojamilch zu gewöhnen…(die pure schmeckt aber grauenhaft, aber ich mag nicht immer Rohrzucker dabei haben)…..Allerdings bewirkt sie, dass ich nach einigen Tagen uuuunbedingt echte Milch, in Form eines Joghurts oder so, zu mir nehmen muss. Ich hoffe, das gibt sich bald…Ist dann Hafermilch oder so besser??? Warum? Vielleicht könntest du mir ja kurz bitte etwas antworten?

  • Antworten
    lagusterina
    23. Juli 2013 at 10:49

    Der Shorty Vegan Guide, is echt eine super Idee!
    Buchtipps machen mich echt immer neugierig und wies gestern so kommen musste, hab ich mir auch gleich 2 deiner vorgestellten Büchen aus der Bibliothek mitgenommen. Ich habs jetzt mal als Zeichen gesehen, dass ich sie da so zufällig im Regal stehen sehen habe. 😉
    Übrigens kann ich dir auch noch die Kochbücher aus dem Pala -Verlag empfehlen. Sie haben zwar keine Bilder – auch wenn ich das mit der Aktion "Ein Kochbuch auf Reisen" gerade zu ändern versuche – aber die Rezepte sind echt inspirierend und kommen zum Glück ohne Soja aus.

    Alles Liebe,
    LaGusterina

  • Antworten
    lagusterina
    23. Juli 2013 at 10:55

    Hallo Melli,
    hab gerade dein Kommentar gelesen und mir gedacht, ich schreib dir schnell mal zurück.
    Ich für meinen Teil finde Sojamilch auch nicht sonderlich prickelnd. Wie du schon sagst, sobald kein Zucker mehr drinnen ist, hat sie einen sehr eigenen Geschmack den man mögen muss. Und Hand aufs Herz, Soja ist auch aus ökologischen Gründen nicht unterstützenswert.
    Hafer-, Dinkel- und Reismilch schmecken mir persönlich viel besser. Im Kaffee kann man sich da auch gut und gerne den Zucker sparen, weil diese "Milchsorten" von natur aus süßlich sind.
    Aber am Besten probierst du dich einfach mal selsbt durch das vielfältige Angebot der veganen Milchsorten und findest heraus was dir am besten schmeckt. 😉

    Viel Spaß beim Experimentieren!

  • Antworten
    Salka
    29. Juli 2013 at 21:53

    Allerliebste Frau Schulz,
    vielen Dank für die tollen Worte, sie bedeutet mir sehr viel!

  • Antworten
    Salka
    29. Juli 2013 at 21:56

    Das freut mich sehr!
    Die Bücher des Pala-Verlages kenne und schätze ich sehr. Eines habe ich auch kurz vorgestellt (Vegane Weihnachtsbäckerei.

    Deine Aktion kenne ich, hatte mich auch beworben, bin aber wohl untergegangen?

    LG Angie

  • Antworten
    Salka
    29. Juli 2013 at 22:07

    Hallo Melli! (und danke La Gusterina für dein Kommentar)

    leider komme ich erst jetzt dazu, das aufzuklären.
    Der Sojamilchsatz gibt nicht meine eigene Meinung unbedingt wieder, ich wollte damit lediglich auf das Buch neugierig machen. Sorry, wenn das für Verwirrung gesorgt hat.

    Die beiden Autoren machen im Kapitel zu Sojamilch darauf aufmerksam, dass Sojamilch nicht so gesund ist wie es gerne propagiert wird, weil das gesunde native Eiweiß aus Sojabohnen nur im rohen bzw. im gekeimten Zustand vorhanden ist. Durch Erhitzung wird es denaturiert. Die unnatürlichen und ungesunden Zusätze wie Aromen und Zucker sowie die ökologischen Auswirkungen des Sojaanbaues werden ebenso bemängelt. Wobei man sagen muss, dass das meiste angebaute Soja an Tiere verfüttert wird und nicht Veganern dient.

    Probier dich durch alle Pflanzenmilchalternativen durch, manche schmecken richtig gut, vor allem Mischungen aus verschiedenen Sorten (Reis-Kokos z.B.)
    Es kommt darauf an, in welchem Gericht man Pflanzenmilch verwenden möchte, manchmal eignet sich Hafermilch, dann Kokosmilch besser. Ausprobieren lautet die Devise. Ich mag Sojamilch pur auch überhaupt nicht!

    LG Angie

  • Antworten
    lagusterina
    1. August 2013 at 12:24

    Oje, hast du nie eine Antwort von mir bekommen? Schick mir doch bitte einfach nochmal eine Mail [keksipusu@gmail.com], dann kann ich dich in den Kreis der Erlauchten aufnehmen und dich in die Liste eintragen! 🙂

  • Hinterlasse einen Kommentar